Grebs : Mit Freude an die Gartenarbeit

Leni und Rudi Warnke verbringen jeden Tag im Garten hinter dem Haus.
Leni und Rudi Warnke verbringen jeden Tag im Garten hinter dem Haus.

Rudi und Leni Warnke aus Grebs öffnen Gartenpforte am Wochenende für Besucher / Von Riesenzierlauch bis zur Rose „Augusta Luise“ viel zu sehen

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08. Juni 2017, 17:56 Uhr

Leni Warnke arbeitet gern in ihrem Garten. Jeden Tag, von morgens bis abends. Doch wenn die Rhododendren von den verblühten Blüten befreit werden müssen, sagt selbst sie: „Das ist schon ein bisschen wie Strafarbeit.“ Die Blüten müssten einzeln sehr vorsichtig und an der richtigen Stelle herausgebrochen werden. „Unmittelbar daneben sitzt die Knospe für die neue Dolde“, erklärt die Grebserin. Bis sie alle Rhododendron-Büsche – und die kleineren Azaleen – blütenfrei hat, dauert es Tage. Aber genau genommen macht sie auch diese mühselige Arbeit gern. Schließlich soll es in ihrem Garten hinter dem Haus in der Lindenstraße 28 in Grebs am Wochenende ordentlich aussehen. Es haben sich Gäste angekündigt – die Gartenbummler der Aktion „Offene Gärten Mecklenburg-Vorpommern“.

„Im vergangenen Jahr waren mehr als 300 Menschen zu uns gekommen“, sagt Rudi Warnke. Obwohl das Paar schon seit mehreren Jahren bei der Aktion mitmacht, waren die meisten Besucher zum ersten Mal da. Doch auch wer den Garten zum wiederholten Mal betritt, dürfte immer wieder Neues entdecken. „Ich reiße gern Pflanzen raus und werfe sie weg“, sagt Leni Warnke. „Einfach um Platz für etwas Neues zu haben.“ So hat sie sich im Winter von einer Douglasie und dem alten Apfelbaum getrennt. „Dabei haben jeweils Nachbarn geholfen“, erzählt die Grebserin dankbar. Den Stumpf des Apfelbaums hat Ehemann Rudi in einem Rondell verschwinden lassen. Die Blumen, die das Beet bunt einfärben sollen, lassen allerdings noch ein bisschen auf sich warten. „Es ist wegen des Wetters alles ein bisschen spät in die Gänge gekommen“, so Leni Warnke, die schon seit ihrer Geburt in diesem Haus lebt.

Fertig ist dagegen die neu gestaltete Ecke, an der früher die Douglasie ihren Platz hatte. Buntblättriger Ahorn, Japanische Zierkirsche, Hibiskus und blaue Keramik sind dort neue Blickfänge. Ansonsten können sich die Besucher auf Buchsbäume, Riesenzierlauch, Koniferen und natürlich Rosen – zum Beispiel „Augusta Luise“ und „Leonardo da Vinci“ freuen. Während sich Leni Warnke eher auf die Ziergewächse konzentriert, sorgt Ehemann Rudi dafür, dass auch Frisches aus dem Garten auf den Tisch kommt. Ein Feld ist immer seinen Kartoffeln vorbehalten, und auch Salatköpfe finden sich am Rand der Beete.

An Gärten konnte sich Leni Warnke schon immer erfreuen – vor allem an jenen, die sie bei früheren Reisen nach Südeuropa kennenlernte. „Vor allem an der Côte d’Azur und am Lago Maggiore gibt es so wunderschöne Gärten, davon hätte ich gern ein Stückchen mit nach Mecklenburg genommen“, schwärmt die Grebserin. „Aber die Pflanzen, die ich manchmal dort gekauft habe, haben es dann hier meist nicht geschafft.“ Aber auch ohne sie ist es Leni Warnke gelungen, ihren Garten zu einem kleinen Schmuckstück zu machen.

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