Dömitz : Mit „Elise“ bis nach Rüterberg

Anlegen in Rüterberg – das soll künftig auch für Fahrgastschiffe möglich sein.
Foto:
1 von 2
Anlegen in Rüterberg – das soll künftig auch für Fahrgastschiffe möglich sein.

Anleger für Fahrgastschiffe im Dömitzer Ortsteil geplant / Fördermittel unter anderem aus Töpfen der Metropolregion Hamburg

svz.de von
10. November 2014, 07:00 Uhr

Auf dem Wasserweg direkt nach Rüterberg – das könnte schon bald auch für größere Gruppen möglich sein. Die Stadt Dömitz will im Ortsteil einen Anleger für die Fahrgastschifffahrt bauen. Das Schweriner Wirtschaftsministerium und die Metropolregion Hamburg haben bereits Unterstützung signalisiert.

Die Idee, einen Schiffsanleger in Rüterberg zu bauen, ist nicht ganz neu. „Ein solches Vorhaben gab es schon einmal vor rund zehn Jahren“, erklärte Gerd Bade vom Fachbereich Bau der Dömitzer Amtsverwaltung gegenüber SVZ. „Gescheitert war es damals an der Finanzierung.“ Mit der Aufnahme des früheren Landkreises Ludwigslust in die Metropolregion Hamburg eröffneten sich nun neue Möglichkeiten. Aus deren Fördertöpfen soll ein Teil der Investition, die sich auf insgesamt rund 310 000 Euro beläuft, finanziert werden. „Der weitaus größere Anteil soll jedoch aus dem Fonds zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur kommen“, so Bade. Die Förderanträge sind nach einer Reihe von Vorgesprächen inzwischen gestellt. Denn ohne Fördergeld kann die Stadt Dömitz, die rund zehn Prozent der Investitionskosten selbst aufbringen muss, das Vorhaben nicht realisieren. Voraussetzung für die Bewilligung ist jedoch, dass eine Baugenehmigung vorliegt. Dafür stehen noch einige Prüfungen und Untersuchungen, etwa zu Naturschutzbelangen, aus.

Entstehen soll ein Schwimmsteg mit Landgang, der bei drohendem Extremhochwasser oder Eisgang in den Hafen geschleppt werden kann. Dafür würde die Reederei Heckert sorgen. Mit ihr gemeinsam war das Projekt entwickelt worden. „Wir wollen, dass Fahrgastschiffe auf dem Weg nach Hamburg nicht nur in Dömitz, sondern auch in Rüterberg einen Stopp einlegen können“, sagte Bürgermeister Helmut Bode. „Rüterberg ist mit seiner Geschichte und seiner Natur ein besonderes Fleckchen Erde.“ Und Andreas Heckert ergänzte: „Auf unserer Linie von Hitzacker nach Dömitz werden wir oft auf Rüterberg angesprochen. Es wäre toll, wenn wir dort anlegen könnten, damit Interessierte absteigen können. Das wäre sicher eine Bereicherung.“ Seine Reederei ist mit „Hilde“ und „Elise“ auf der Elbe unterwegs.

Helmut Bode und Gerd Bade hoffen, dass der Schiffsanleger in der kommenden Saison gebaut werden kann. Dazu muss die Stadt ein privates Grundstück nutzen. „Der Eigentümer hat sich aber bereits bereiterklärt, das Grundstück zur Verfügung zu stellen. Ohne dieses Entgegenkommen wäre das Projekt nicht umsetzbar gewesen“, so Bode.

Schön wäre es aus seiner Sicht, wenn ankommende Gäste dann auch Gelegenheit hätten, etwas zu trinken und zu essen. Doch die Gaststätte „Elbklause“ ist seit Jahren geschlossen. Die Stadt bietet Grundstück und Gebäude inzwischen zum Verkauf an. Doch was ein eventuell neuer Besitzer dann mit dem Gebäude macht, liegt nicht in der Macht der Stadt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen