Ludwigslust : Mit einem kleinen Pieks Gutes tun

Sandra Lübke nimmt bei Christian Schläger das Blut ab. Der 29-jährige Ludwigsluster spendet nicht zum ersten Mal.  Fotos: Schulze
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Sandra Lübke nimmt bei Christian Schläger das Blut ab. Der 29-jährige Ludwigsluster spendet nicht zum ersten Mal. Fotos: Schulze

Blutspendedienst des DRK ist einmal im Monat in Ludwigslust. Das Schweriner Entnahmeteam freut sich über neue Spender.

svz.de von
07. Februar 2018, 05:00 Uhr

Nach gerade einmal vier Minuten piept die Blutmischwaage an der Liege von Christian Schläger. „Schon fertig, das war ein halber Liter Blut“, erklärt Sandra Lübken, die bei dem 29-Jährigen das Blut abgenommen hat. Sie und sechs weitere Kollegen des Instituts für Transfusionsmedizin Schwerin, welches zum DRK-Blutspendedienst Mecklenburg-Vorpommern gehört, sind in ganz Westmecklenburg unterwegs, um ausreichend Blutspenden für Kliniken und Arztpraxen zu sammeln. Auch in Ludwigslust können Freiwillige einmal im Monat Gutes tun.

„Da ich berufstätig bin, schaffe ich es leider nicht regelmäßig zur Blutspende. Aber mein Vater erinnert mich dann doch des Öfteren wieder dran, wenn es passt“, erklärt Christian Schläger, während er auf auf einer Liege im Foyer der Schule an der Bleiche Platz nimmt. Einmal im Monat stellt die Schule dem Schweriner Institut mehrere Räume zur Verfügung. „Wir brauchen Platz für die Anmeldung, einen Raum für die ärztliche Untersuchung, einen Essensraum für die Stärkung nach der Spende und natürlich den Raum für die Spende selbst“, erklärt Schwester Heidrun, die seit mittlerweile zehn Jahren Teil des Schweriner Entnahmeteams ist.

Doch bevor es überhaupt zur Blutabnahme kommen kann, wird bei jedem Spender der Hämoglobin-Wert und die Körpertemperatur gemessen. Sind beide Werte in Ordnung, muss jeder Spender einen Fragebogen ausfüllen. „Dort werden zum Beispiel Krankheiten, Medikamentenkonsum, Auslandsreisen und Impfungen abgefragt“, so Schwester Heidrun. Generell gilt, dass Spender mindestens 18 Jahre alt sein, sich gesund fühlen und über 50 Kilogramm wiegen müssen. Erst-Spender dürfen außerdem nicht älter als 65 Jahre sein. Schwangere dürfen nicht spenden. „Gemeinsam mit dem Arzt wird der Fragebogen durchgesprochen und dann wird entschieden, ob gespendet werden darf“, so Schwester Heidrun. Daher rät sie allen interessierten Spendern, einfach mal bei einem Termin vorbeizuschauen, um überprüfen zu lassen, ob man für eine Blutspende in Frage kommt.

Bei Christian Schläger waren alle Voruntersuchungen in Ordnung. Zur Blutspende sei er durch seinen Vater gekommen. „Solange ich mich dran erinnern kann, geht er schon immer spenden. Er hat auch schon verschiedene Ehrennadeln dafür erhalten“, erzählt der Ludwigsluster. Damit das Blut besser fließen kann, gibt Sandra Lübken dem 29-Jährigen einen Ball, den er kneten soll. Neben der eigentlichen Blutspende werden außerdem drei Röhrchen abgenommen. „Die sind für die Untersuchung. Das Blut wird auf Aids sowie Infektions- und Geschlechtskrankheiten untersucht und die Blutgruppe wird bestimmt“, so Sandra Lübken, die seit neun Jahren beim Schweriner Institut arbeitet.

Nach der Spende fühlt Christian Schläger sich gut. „Ich habe da eigentlich nie mit Schwierigkeiten zu kämpfen.“ Für ihn sei es wichtig, mit der Spende etwas Gutes zu tun. „Außerdem ist es auch immer gut zu wissen, dass man gesund ist“, sagt der 29-Jährige. Wer die Blutspende gut überstanden hat, kann sich in einem Nebenraum mit belegten Brötchen und Kuchen stärken. „Und vor allem viel trinken. Und auch Cola ist bei uns erlaubt, da es den Kreislauf anregt“, erklärt Schwester Heidrun.

Nach der Spende wird das Blut mit einem Etikett versehen und in Boxen verstaut. „In diesen wird das Blut runter gekühlt. Abends kommt es dann mit einem Kurier in das Labor, wo alle Untersuchungen stattfinden“, so Schwester Heidrun. Ist das Blut in Ordnung, wird es an die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern verteilt. Bereits nach zwei Stunden haben in Ludwigslust 30 Menschen Blut gespendet. „Die Bereitschaft in Ludwigslust ist erfahrungsgemäß immer groß. Und wir freuen uns über jeden neuen Spender“, so Schwester Heidrun.

Der nächste Blutspendetermin ist am Freitag, 9. Februar, im Gemeindehaus in Eldena in der Zeit von 15 bis 18 Uhr.

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