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Ludwigsluster Tageblatt

17. November 2017 | 22:36 Uhr

Ludwigslust : Mit der Kutsche an die Kirchentür

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Ludwigslust will das direkte Umfeld der Stadtkirche umgestalten / Säulengang soll an die Wege angebunden werden

svz.de von
erstellt am 25.Aug.2014 | 12:44 Uhr

Während im Inneren der Ludwigsluster Stadtkirche seit Jahren immer weiter saniert und restauriert wird, hat sich rund um die geschichtsträchtigen Mauern nicht so viel getan. Noch nicht. Das soll sich demnächst ändern. „Wir wollen das Umfeld der Kirche umgestalten“, erklärt Jens Gröger, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Tiefbau bei der Stadtverwaltung. Dabei geht es jedoch nur um die zehn bis zwölf Meter rund um das Gebäude. Finanziert werden soll das Projekt mithilfe von Städtebaufördermitteln.

In die Überlegungen zur Umgestaltung ist auch die evangelisch-lutherische Stadtkirchengemeinde einbezogen. „In mehreren Gesprächen haben wir verschiedene Varianten diskutiert“, so Gröger. Zur jetzt angestrebten Gestaltung habe die obere Denkmalschutzbehörde bereits ihre Zustimmung signalisiert.

Der Bereich hinter der Stadtkirche wird mit Katzenkopfpflaster komplett befestigt. Rund um die Kirche soll ein Streifen aus Granitgroßpflaster gelegt werden. Diese Pflasterung ist ebener und kann deshalb als Fußweg genutzt werden. Geplant sind außerdem eine Fahrradabstellanlage sowie die Anbindung des Portikus, des Säulenganges, an die neuen Wege. Dann könnte man künftig zu bestimmten Anlässen sogar per Hochzeitskutsche oder Stretchlimousine bis vor die Kirchentür fahren. Bevor jedoch Pflasterer vor der Kirche loslegen können, müsse die Treppenanlage des Portikus instand gesetzt werden. Ein Vorhaben, das jedoch über die Stadtkirchengemeinde läuft.

Die Genehmigungsplanung für das Vorhaben ist fast fertig. Spätestens Anfang September solle sie an die Programmbehörde der Städtebauförderung im Schweriner Wirtschaftsministerium geschickt werden, so Jens Gröger. Die Prüfung werde dann anderthalb bis zwei Monate dauern. Wenn von dort Grünes Licht kommt, könnten die Arbeiten möglicherweise noch in diesem Jahr ausgeschrieben oder zum Teil sogar realisiert werden – sofern der städtische Haushalt das erlaubt, so der Verwaltungsmitarbeiter. Wie hoch die Investitionskosten sein werden, steht noch nicht fest.

Die jetzt geplante Umfeldgestaltung ist nach Aussage Jens Grögers nur ein erster kleiner Schritt bei der Gestaltung des Areals an der Kirche. „Es ist ein Aushängeschild für die Stadt. Da muss etwas passieren – ob mit oder ohne Städtebaufördermittel.“ Die Stadt will dazu mit den Bürgern ins Gespräch kommen, um gemeinsam Lösungsansätze zu finden.

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