kummer : Mit dem Rad Kummer erkundet

Die Klasse 3 der Grundschule Kummer präsentierte den Gästen ein buntes Programm.  Fotos: Mick
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Die Klasse 3 der Grundschule Kummer präsentierte den Gästen ein buntes Programm. Fotos: Mick

Ortsvorsteher Udo Jauert und seine Mitstreiter hatten die Wettbewerbs-Jury zur Dorfrundfahrt durch Ludwigsluster Ortsteil eingeladen

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20. Juni 2015, 07:00 Uhr

In Warlow ging es mit dem gelben Robur-Bus durch das Dorf, in Kummer hatten die Gastgeber bei der Präsentation ihres Dorfes im Kreis-Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft - unser Dorf soll schöner werden“ ein anderes Verkehrsmittel favorisiert. Der Vorsitzende der Ortsteilvertretung, Udo Jauert, seit 41 Jahren Gemeindevertreter in Kummer, hatte für alle Fahrräder organisiert. Auf einer gut zweistündigen Radtour zeigten der Ortsteilvorsteher und seine Mitstreiter Harry Baase, Ramona Brandt, Manfred Siemer, Feuerwehrchef Stefan Geier und Landwirt Albert Boltjes den Mitgliedern der Wettbewerbsjury, was Kummer zu bieten hat. Doch zuvor hatten die Mädchen und Jungen der Klasse 3 der Grundschule Kummer unter Leitung ihrer Klassenlehrerin Katrin Demuth ihren großen Auftritt. Sie sangen und tanzten nach Rappsongs und erhielten dafür viel Beifall von den Gästen um Landrat Rolf Christiansen und Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach. Kummer war übrigens das 43. und damit letzte Dorf, das die Jury im Kreiswettbewerb unter die Lupe nahm.

Aber vielleicht werden die zuletzt besuchten ja die ersten sein - auf jeden Fall hat Kummer allerhand zu bieten. Neu gemachte Straßen, schmucke Häuser und gepflegte Anwesen zeugen davon, dass die Kummeraner sich sehr um ein schönes Aussehen bemühen. Ehrenamtliches Engagement und Einsatz in vielen gesellschaftlichen Bereichen wird die Jury sicher als weitere Pluspunkte bei ihrer Dorfrundfahrt festgehalten haben. So sei hier Harry Baase genannt, auf dessen Initiative im Jahre 2011 am Dorfeingang von Kummer ein Bürger- und Kulturpark entstand. Bisher haben hier Bürger rund 60 Bäume gepflanzt. „Und die Pflege hat dabei Harry Baase im Blick“, sagte Udo Jauert beim Stopp am Bürgerpark, wo auch die Radlerhütte und eine Windmühle als Kummeraner Wahrzeichen an das 600-jährige Dorfjubiläum im Jahr 2006 erinnern. Kunstschmied Tom Lehnigk, bei dem die Kommission auch kurz Station machte, hatte dafür eine metallene Mücke für den Gedenkstein erschaffen, in Anlehnung an das slawische Wort „Komar“, das Mücke bedeutet. Kummer wäre dann „Ort der Mücken“.


Feuerwehr feiert 80-jähriges Bestehen


Manfred Siemer berichtete als langjähriger Vorsitzender des LSV Germania Kummer 04 der Kommission auf der Jahn-Sportstätte von den sportlichen Leistungen und Erfolgen der 182 Mitglieder. Ortsteilvertreter Stefan Geier, seit 20 Jahren Ortswehrführer von Kummer, freut sich, dass die Feuerwehr am heutigen Sonnabend Gastgeber für den Kreisleistungsvergleich der Jugendwehren auf der Sportanlage ist. Und zudem können die Kummeraner Feuerwehrleute in diesem Jahr das 80-jährige Bestehen ihrer Wehr feiern. Und einen aktiven Beitrag leistet auch der Förderverein der Feuerwehr, der aktuell 80 Mitglieder hat. „Auf die Feuerwehr ist immer Verlass“, lobte Udo Jauert. „An dieser Stelle möchte ich auch einmal Dank sagen für die Unterstützung. Ihr seid immer da, wenn wir euch brauchen“, so der Ortsteilvorsteher an die Adresse von Stefan Geier gerichtet. Und auch was die Jugendarbeit betrifft, liegt Kummer ganz weit vorn. Zwölf Mitglieder in der Jugendwehr und zehn in der Floriangruppe lassen keine Nachwuchssorgen aufkommen.

Prägender Faktor in der Griesen Gegend ist vorwiegend die Land- und Forstwirtschaft. Die Bewirtschaftung der Ackerflächen hinterließ auch in Kummer eine unverwechselbare Dorfstruktur und eine reizvolle Kulturlandschaft, wie ein Stopp an den Ziegeleiteichen mit „Natur pur“-Erlebnis deutlich machte.


27 Betriebe mit mehr als 150 Beschäftigten


Aber auch als Industriestandort hat sich Kummer in den vergangenen 100 Jahren etabliert. Überwiegend kleine und mittlere Unternehmen prägen die wirtschaftliche Seite des Ortes. Etabliert haben sich inzwischen zahlreiche Dienstleister in der Gastronomie, Metallbau, Handwerk, im Pflegedienst und in der Landwirtschaft, zu letzterem Bereich gab Landwirt Albert Boltjes einige Erläuterungen. „27 Betriebe und Einrichtungen mit mehr als 150 Beschäftigten sind bei uns in Kummer ansässig“, ergänzt Udo Jauert. Von der Qualität einheimischer Produkte konnte sich die Jury bei einem Halt in der Höppnerschen Mühle überzeugen. Jauert lud die Gäste zu einem Imbiss mit köstlichen Produkten der Goldschmidt Frischkäse GmbH ein - ein kulinarisch gelungener Abschluss der Kummer-Rundfahrt.



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