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Hagenow : Mit Danone verschwindet ein Wahrzeichen Hagenows

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Unternehmen schließt überraschend Mitte 2015 / Nun Verhandlungen mit Betriebsrat / 70 Jobs fallen weg

von
erstellt am 11.Jun.2014 | 12:11 Uhr

Eine wahre Hiobsbotschaft für Hagenow: Die Danone-Molkerei, seit 1990 vor Ort, schließt überraschend Mitte 2015 ihre Pforten. Begründet wird dieser Schritt mit einer geringen Auslastung des Werkes in der Parkstraße. Von der Maßnahme betroffen sind rund 70 Mitarbeiter. Ihr Durchschnittsalter liegt bei Mitte 40, wie Dr. Friedrich von Heyl, Leiter Unternehmenskommunikation, mitteilte. Mit dem Betriebsrat soll ein Plan zur Schließung des Standortes beraten werden. Danone schließt außerdem jeweils ein Werk in Ungarn und Italien.

„Die berufliche Perspektive der Mitarbeiter hat oberste Priorität“, erklärte gestern Andreas Ostermayr, Geschäftsführer der Danone Dach, während einer Belegschaftsversammlung. „Für die Mitarbeiter, die mobil sind, werden wir alles tun, um eine Beschäftigung innerhalb des Unternehmens an anderen Produktionsstandorten anzubieten. Alternativ werden wir auch bei der Jobsuche in der Region unterstützen.“

Der Plan zur Schließung des Werkes, der jetzt mit dem Betriebsrat beraten werde, sei Teil eines unternehmensweiten Projektes zur Effizienssteigerung des Produktionsnetzwerkes der europäischen Danone-Molkereien, betonte Dr. Friedrich von Heyl auf der mittäglichen Pressekonferenz vor Ort. Er sprach gegenüber der SVZ von einer sehr schwerwiegenden Entscheidung, die man sich nicht leicht gemacht habe.

„Es hat nichts mit der Leistung vor Ort zu tun, alleine die geringe Auslastung ist der Grund.“ Er persönlich habe die Hoffnung, dass viele der engagierten Mitarbeiter dazu bewegt werden könnten, bei Danone zu bleiben oder wenigstens in der Region neue Arbeit fänden. „Wir stehen zu unseren sozialen Werten.“ Deshalb wolle man diesen Schritt ganz ohne zeitlichen Druck gehen.

„Wir wollen für jeden Mitarbeiter eine Lösung finden“, sagte auch Christian Koschorreck, Leiter der Molkerei Hagenow. Beispielsweise gäbe es am Standort Fulda einen großen Bedarf an Arbeitskräften.

Unklar ist bisher noch die künftige Verwendung von Grundstück und Gebäuden in Hagenow. Die Geschäftsleitung schlägt der örtlichen Stadtverwaltung deshalb vor, in den kommenden Wochen so wörtlich: „in einen konstruktiven Dialog über die weitere Nutzung der Immobilie einzutreten.“

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