Neustadt-Glewe : Mit Burg, Kranichen und Elde

Der Entwurf für das Stadtlogo von Diana Thiel (2. v. r.) fand großes Interesse.
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Der Entwurf für das Stadtlogo von Diana Thiel (2. v. r.) fand großes Interesse.

Bildungs-, Kultur- und Sozialausschuss Neustadt-Glewe diskutierte unter anderem über künftiges Stadtlogo

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21. September 2017, 21:00 Uhr

Die altehrwürdige Burg ist Neustadt-Glewes Wahrzeichen. Und so ist es wohl keine Frage, dass sie ins Stadtlogo gehört. Genau dieses künftige Logo, das vor allem Touristen ansprechen soll, war am Mittwochabend Thema im Bildungs-, Kultur- und Sozialausschuss (BKS). Der tagte dieses Mal im Hort gegenüber der Grundschule.

Diana Thiel aus Neustadt stellte ihren Entwurf für das neue Stadtlogo vor. Dass sie sich damit beschäftigt hat, war eher einem Zufall zu verdanken. Ehemann René nämlich nimmt als interessierter Einwohner fast stets an Sitzungen der verschiedenen Gremien teil. So auch vor einigen Monaten, als im BKS über ein Stadtlogo diskutiert wurde. „Meine Frau ist von Hause aus Diplom-Sozialpädagogin und hat schon als Kind gern gezeichnet. Wir haben daheim einige Bilder von ihr an den Wänden“, erzählt René Thiel. Bei besagter Sitzung damals meldete er sich dann spontan zu Wort und bot an, seine Frau zu fragen, ob sie ein Logo entwerfen wolle. Jenes, das Diana, übrigens Neustadt-Glewes derzeitiges Burgfräulein, am Mittwoch nun vorstellte, ist der zweite Entwurf. Es zeigt die Burg, zwei Vögel (vielleicht Kraniche), die Neustadt als Tor zur Lewitz hervorheben und davor ein blaues Band – die Elde. Ausschussmitglied Bernd Bludovsky (CDU): „Ich finde, es hat einen Wiedererkennungswert.“ Das Logo – nicht zu verwechseln mit dem Stadtwappen – soll in Zukunft Touristen an der Autobahn auf Neustadt-Glewe hinweisen oder z.B. auch auf Geschenken, wie Gläsern oder Taschen, zu sehen sein. Die Ausschussmitglieder empfahlen der Stadtvertretung einmütig, sich für den Entwurf zu entscheiden.

Übrigens dürfen sich Touristen, aber auch Einheimische vielleicht schon bald nicht nur auf ein neues Logo freuen. Museumsleiterin Britta Kley stellte sogenannte Entdeckerrouten vor. Hintergrund: Die Leader-Aktionsgruppe Südwestmecklenburg will unsere Kulturlandschaften erlebbar machen – im Rahmen eines Leitprojekts „Erlebnistouren rund um Ludwigslust“. Neustadt-Glewe und Grabow sind dabei Partner des Projektträgers Ludwigslust. Britta Kley stellte nun drei verschiedene Touren für Neustadt-Glewe vor (Altstadttour, Neustädter Landpartie, Raseneisenstein Städtetour). Dabei können Interessenten eine App auf ihr Smartphone laden und werden dann je nach ausgewählter Tour zu den entsprechenden Sehenswürdigkeiten geführt, wo es Informationen per Schrift auf dem Display und per Audio gibt.

Karen Tappe, für Veranstaltungen zuständig, zog in der Sitzung eine insgesamt positive Bilanz des Burgfestes und teilte bereits den Termin für das Fest 2018 mit, das vom 1. bis 3. Juni stattfinden wird.

Bürgermeisterin Doreen Radelow (SPD) legte das Ergebnis der Selbsteinschätzung der Stadt im Rahmen des Gemeindeleitbildgesetzes vor. Demnach kommt die Stadt auf rund 80 von 100 möglichen Punkten und wäre damit zukunftsfähig. Eine entsprechende Empfehlung an die Stadtvertretung wurde verabschiedet. Allerdings wurde deutlich, dass es auch in Neustadt-Glewe viele Fragen zum Sinn des Gesetzes gibt.

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