Eldena : Mit 60 zum Heavy-Metal-Festival

Seit 1982 leitet Dagmar Klüver (l.) den Jugendclub in Eldena - Vor wenigen Wochen half sie bei der Gründung des Jugendrates – mit dabei: Sophia de Vries (m.) und Antonia Behncke (r.).
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Seit 1982 leitet Dagmar Klüver (l.) den Jugendclub in Eldena - Vor wenigen Wochen half sie bei der Gründung des Jugendrates – mit dabei: Sophia de Vries (m.) und Antonia Behncke (r.).

Seit 15 Jahren leitet Dagmar Klüver den Jugendclub in Eldena und begeistert mit ihrer aufgeweckten Art

svz.de von
11. März 2016, 16:45 Uhr

Geboren und aufgewachsen ist Dagmar Klüver, kurz Daggi, in Lüdershagen. 1982 zog die gelernte Erzieherin mit ihrem Mann und ihren Kindern nach Eldena. Vor 15 Jahren übernahm sie die Leitung des Jugendclubs. Die energiegeladene 58-Jährige hat zwei Töchter, 39 und 26 Jahre alt, zwei Söhne, 30 und 24 Jahre alt, und drei Enkelkinder.

SVZ-Volontärin Jacqueline Worch stellte der Jugendclubleiterin die Fragen zum Wochenende.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?Dagmar Klüver: Positiv. Alles positiv angehen. Ich hab so einen schönen Spruch: Nur mit positiven Gedanken, kann man auch ein positives Leben haben.

Wo findet man Sie am ehesten?

Eigentlich bin ich immer unterwegs. Aber eigentlich bei der Arbeit – also im Jugendclub.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Ich habe Rüben gehackt, 400 Ostmark gekriegt und habe mir davon einen Mantel gekauft.

Was stört Sie an anderen?

Hinterlistigkeit.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?

Wenn ich feier, feier ich meistens zu lange – ich bin immer die letzte, die geht. (lacht) Und ich hab mir gerade eine teure Jacke gekauft. Das war unvernünftig. Und ich habe einen Schuhtick...

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?

Eigentlich lache ich immer. Aber es gibt da einen Jungen, einen Viertklässler, mit dem ich im Jugendclub immer Dame spiele. Ich bin ein Spielertyp und ich will auch gewinnen. Aber ich kann gegen diesen Jungen nicht mehr gewinnen. (lacht) Und wenn wir dann spielen, sagt er immer zu mir: „Daggi, was habe ich dir gesagt? Du sollst den nicht nehmen. Nimm den wieder zurück. Weißt du was, ich kann mich gar nicht mehr auf mein Spiel konzentrieren, weil ich immer gucken muss auf deine Steine, weil du immer was verkehrt machst.“ Darüber könnte ich mich totlachen.

Was bedeutet für Sie Glück?

Glück ist für mich, dass ich meine Familie, meine Freunde und meine Arbeit habe.

Worauf könnten Sie nie verzichten?

Auf meine Kinder, meine Familie, meine Freunde und meine Arbeit.

Welches Buch lesen Sie gerade?

„Die Betrogene“ von Charlotte Link. Ich liebe Charlotte Link. Am liebsten lese ich Krimis und Thriller.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

GZSZ (lacht)

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Gregor Gysi. Allein schon wie er spricht oder diese Argumente, die er hat. Wenn ich mir heute diese ganze Politik von uns angucke – mir wird schlecht. Und ich glaube, wenn Gregor Gysi in einer anderen Partei gewesen wäre, hätte er vielleicht was bewirken können. Also den Mann finde ich toll. Für mich ist es der einzige Politiker, der Durchblick hat.

Können Sie sich in einem Wort beschreiben?

Lustig.

Was findet man immer in ihrem Kühlschrank?

Buttermilch. Und Saft.

Wenn Sie nicht selbst kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch?

Ich gehe ganz gerne mal essen und dann gehe ich zum Griechen.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten...

Dass es irgendwann mal friedlich auf unserer Welt zugeht. Dass ich das alles noch so bis zu meiner Rente schaffe, so dass ich meine Rente auch noch genießen kann. Dass es allen, die ich kenne, gut geht.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Eigentlich wollte ich noch mal nach Australien. Und an meinem 60. Geburtstag will ich noch mal zum größten Metalfestival der Welt nach Wacken. Da war ich 2006 schon mal.

Was würden Sie gerne noch können?

Reiten. Ich bin in der Landwirtschaft groß geworden und früher viel geritten. Aber jetzt hab ich Angst... oder besser gesagt Respekt vor Pferden.

Mit welchem Lied verbinden Sie ihre schönste Erinnerung?

„Sweet Child in Time“ von Deep Purple. Ich war vier Jahre lang im Internat. Und da gab es bei uns alle 14 Tage so eine Internatsfete. Das war toll.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Ich bin Hansa Rostock Fan. Mein Sohn hat beim Abschiedsspiel von Paule Beinlich, dem Urgestein von Hansa Rostock, das Trikot gefangen, das Paule Beinlich in die Menge geworfen hat. Das hat er mir geschenkt.

Wem sollten wir diese Fragen noch stellen?

Heidi Brüning. Sie leitet das DRK-Freizeithaus „Blue Sun“ in Grabow.

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