Malliss : Mister Weber kam aus Long Island

Im Jahre 1958 in Malliß eingeschult, besuchten die einstigen Abc-Schützen nach 60 Jahren ihre Schule wieder. Lehrer Bela Schmidt (rechts) informierte die Gemeinschaft über die heutige Unterrichtsformen und die Geschichte der Schule seit 1958.
Im Jahre 1958 in Malliß eingeschult, besuchten die einstigen Abc-Schützen nach 60 Jahren ihre Schule wieder. Lehrer Bela Schmidt (rechts) informierte die Gemeinschaft über die heutige Unterrichtsformen und die Geschichte der Schule seit 1958.

Einst begann er seine Schulzeit in Malliß. 35 ehemalige Abc-Schützen trafen sich nach 60 Jahren wieder

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25. September 2018, 05:00 Uhr

Die Freude war riesig, sowohl bei den 35 ehemaligen Abc-Schützen, die vor 60 Jahren in ihre Schulzeit in der Mallisser Grundschule gestartet waren, als auch bei den fünf Organisatoren um Roswita Hauff, die dieses Klassentreffen mit einem Jahr Vorbereitungszeit auf die Beine gestellt hatten. Mit dabei drei ihrer Lehrkräfte, nämlich Brigitte Kunze, Rainer Erdmann und Hanna Dauenheimer. Zu diesem Klassentreffen waren aber ebenso ehemalige Schüler gekommen, die nach acht, beziehungsweise zehn Jahren ihr Abschlusszeugnis erhielten. Wären alle gekommen, dann hätte sich die Anzahl auf 50 Ehemalige erhöht.

Einer, der sich für dieses zweitägige Treffen sogar „über den großen Teich“ nach Malliß aufgemacht hatte, war Friedhelm Weber. Er und sein Sohn Paul waren aus Long Island im US-Bundestaat New York angereist. Bereits mit acht Jahren verließen die Eltern des einstigen Mallisser Grundschülers ihren Heimatort über Berlin in Richtung USA. „Vom Sozialismus direkt in den Kapitalismus eintauchen war für mich als Steppke nicht schwer. Letztendlich beendete ich mein Arbeitsleben als Marketingleiter für Halbleiter-Technik“, hieß es auf Anfrage vom heutigen US-Senior.

Aus Kranichfeld bei Weimar hatte sich Bernd-Ulrich Stock auf den Weg zu seiner einstigen Grundschule aufgemacht. Er war Pfarrer in der Stadt im Ilmtal, ist heute „Ruheständler im kirchlichen Unruhezustand“, wie er es ausdrückt. Und aus diesem Grund heraus hielt er am Sonntag in der Conower Kirche eine Andacht für seine einstigen Mitschüler und die Kirchgänger der Gemeinde.

Malliß wurde so für zwei Tage zum Sammelpunkt einstiger Abc-Schützen, die heute immer noch in Orten des Amts Dömitz-Malliß, dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, aber auch in Berlin-Hellersdorf, Schwerin oder in Vögelsen bei Lüneburg leben.

Das Treffen in Malliß als Ort gemeinsamer Schul- und Kindertage wurde dann auch genutzt, um sich in der Schuloe umzusehen. Vieles hatte sich für die 35 ehemaligen Schüler seit 1958 verändert, vieles war völlig neu, wie beispielsweise die Turnhalle. Aber das Gefühl des Miteinander bestimmte immer noch das besondere zweitägige gesellige Beisammensein nach sechs Jahrzehnten.

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