Ludwigslust : „Ministerin hielt Wort“

Mehrgenerationenhaus in Ludwigslust kann laut Entwurf des Bundeshaushalts auch 2015 gefördert werden

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10. Juli 2014, 07:00 Uhr

Hier wird gelernt, beraten, gespielt oder einfach nur Kaffee getrunken – das Mehrgenerationenhaus in Ludwigslust ist im wahrsten Sinne des Wortes Treffpunkt der Generationen. Und wird es auch bleiben. Denn das Bundeskabinett hat jetzt Fördermittel zum Erhalt der Mehrgenerationenhäuser in den Entwurf des Bundeshaushalts für 2015 gestellt.

Fabian Vogel, Geschäftsführer des Zebef e.V., der Träger des Hauses ist, freut sich: „Die zuständige Bundesministerin Manuela Schwesig hat damit ihr Versprechen eingelöst, sich für die Mehrgenerationenhäuser einzusetzen. Damit können wir unsere erfolgreiche Arbeit fortführen. Wir werden selbstverständlich einen Antrag auf Fördermittel stellen.“

Konkret geht es um 30 000 Euro Fördermittel, die seit 2012 jährlich vom Bund zur Verfügung gestellt werden. Weitere 10 000 Euro kommen aus kommunalen Mitteln. Fabian Vogel sagt aber auch, dass man mit mehr Ressourcen noch weitaus mehr erreichen könnte.

Das Mehrgenerationenhaus am Alexandrinenplatz wendet sich mit den verschiedensten Angeboten an Menschen jeden Alters. Dazu gehören der offene Kinder- und Jugendtreff ebenso wie zum Beispiel Bildungs- und Beratungsangebote, Kulturveranstaltungen und vieles mehr.

Gegenwärtig engagieren sich über 50 Frauen und Männer zwischen 16 und 73 Jahren ehrenamtlich in den verschiedenen Angeboten der Einrichtung. Als ein Beispiel der Arbeit nennt Fabian Vogel das Projekt „Oma Hurtig“. Die Initiative arbeitet nach der Idee, dass die ältere Generation jungen Familien hilft. So sollen u. a. Lücken zwischen Betreuungszeiten in Kita oder Hort und elterlicher Betreuung geschlossen werden. Erfahrene Großeltern, die ein Herz für Kinder haben, springen in Notsituationen für die Eltern ein.

Auch ausländische Mitbürger, wie Asylbewerber, nutzen gerne die im Mehrgenerationenhaus gebotenen Möglichkeiten: Sprachkurse und Internet ebenso wie die Gelegenheit, in der Kinder- und Jugendwerkstatt oder im Jugendklub tätig zu sein. In der künftigen Arbeit komme es vor allem darauf an, flexibel auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren, hebt Vogel hervor. „Eine solche Herausforderung ist zum Beispiel der demografische Wandel.“

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