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Dammsanierung: Lewitz-Eichen am Störkanal : Minister antwortet auf offenen Brief

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Der Erhalt der Lewitz-Eichen am Störkanal und an der Müritz-Elde-Wasserstraße - jetzt antwortete Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus auf einen offenen Brief der Naturschützer.

svz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 05:27 Uhr

Neustadt-Glewe | Der Erhalt der Lewitz-Eichen am Störkanal und an der Müritz-Elde-Wasserstraße - jetzt antwortete Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus auf einen offenen Brief der Naturschützer. Er verstehe, respektiere und begrüße das Engagement zum Baumerhalt in der Lewitz. Gleichzeitig sehe er aber "zu diesem Zeitpunkt keinen Anlass, das Vorhaben der WSV grundsätzlich oder hinsichtlich technischer Varianten in Frage zu stellen", heißt es im Brief des Ministers.

Lewitznetzwerk e. V. , Landesjagdverband MV e. V. und Landesanglerverband MV e. V. hatten in dem offenen Brief an den Minister auf das Problem hingewiesen, dass aus ihrer Sicht Eichen durch die geplante Dammsanierung gefährdet seien. Ralf Ottmann, einer der Pressesprecher des Lewitznetzwerk e. V. : "Wir finden es zunächst einmal gut, dass Minister Backhaus unser Engagement für den Erhalt der Eichen begrüßt. Wir hatten in dem Brief an Herrn Backhaus darauf hingewiesen, dass das Projekt zur Dammsanierung unter den entsprechenden Umweltauflagen aus unserer Sicht in dieser Form nicht hätte genehmigt werden dürfen."

Dabei geht es den Naturschützern vor allem um Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen als Ersatz für die 178 Bäume, darunter 130 Eichen, die laut Planfeststellungsbeschluss gefällt werden sollen. Ziel dieser Maßnahmen müsse der Schutz von Fledermäusen entsprechend gesetzlicher Vorschriften sein. Uwe Göpfert, ebenfalls Pressesprecher des Lewitznetzwerk e. V. , erläutert: "Es geht uns um die Ausweisung einer Naturschutzparzelle von mindestens drei Hektar mit wenigstens 500 Fledermauskästen und ein fünfjähriges Fledermausmonitoring, das dazu dient, nachzuweisen, dass die Ausgleichsmaßnahme Wirkung zeigt."

Dabei erhofft man sich von Umweltminister Till Backhaus Unterstützung. Ralf Ottmann: "Wir möchten den Minister bitten, seinen Einfluss geltend zu machen, dass im Vorfeld der Baumaßnahmen an den Dämmen hinsichtlich des Artenschutzes die gesetzlichen Vorschriften umgesetzt werden. Herr Backhaus sollte Taten sprechen lassen. Er ist in der Pflicht, dass der Natur- und Artenschutz eingehalten werden."

Für Ottmann und Göpfert steht es außer Frage, dass in einer Arbeitsgruppe aus Wasser- und Schifffahrtsamt, BUND, Landesjagd- und Landesanglerverband sowie dem Lewitznetzwerk e. V. auch Vertreter des Umweltministeriums und des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (Lung) mitarbeiten müssen. Diese Arbeitsgruppe soll eine ökologische Baubegleitung gewährleisten. Ralf Ottmann: "Hier können alle bereits genannten Fragen besprochen werden, ebenso der Einsatz eines neutralen Baumgutachters."

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