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Klein Krams : „Meine eigene Oase in Klein Krams“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Susanne Kramer betreibt seit 2014 die Kramserei und eröffnete kürzlich auch ein Café. Ein Hof auf dem Land war stets ein Traum der Oberfränkin

svz.de von
erstellt am 18.Aug.2017 | 19:00 Uhr

Ein Quell der Freude, eine richtige Oase – das haben Susanne Kramer und ihr Mann Rolf Schmieding gesucht. Und fanden es durch Zufall in Klein Krams. Bereits seit 1993 ist das Gehöft am Platz der Jugend im Besitz des Ehepaares. Doch erst 2014 zogen sie von Hamburg nach Klein Krams. Genauso lange gibt es auch die Kramserei, in der regelmäßig Veranstaltungen wie Comedy-Abende und Töpferkurse stattfinden. Im Mai dieses Jahres eröffnete Susanne Kramer, die gebürtig aus Oberfranken stammt, gemeinsam mit ihrer Nachbarin Barbara Seyfarth die Krimskramserei. Ein kleines Café, in dem man neben heißen Getränken und leckeren Quiches auch allerhand Kunsthandwerk, Bücher und selbstgemachte Köstlichkeiten entdecken kann. Mit zum Hof gehört auch die zweijährige Labrador-Mischlingshündin Lulu, die alle Gäste immer herzlich willkommen heißt und von Susanne Kramer gerne als ihr kleines „Pubertier“ bezeichnet wird. Susanne Kramer betreibt hauptberuflich ihre eigene Werbeagentur von Klein Krams aus. SVZ-Volontärin Dénise Schulze stellte der 60-Jährigen auf ihrem idyllischen Hof die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist ihr Lieblingsplatz?

Definitiv hier in Klein Krams. Es ist einfach ein toller Ort mit interessanten Menschen und unser Hof wird auch immer schöner.

Was würden Sie als Bürgermeisterin von Klein Krams sofort ändern?

Ich würde dem Ort gerne mehr Leben einhauchen. Aber das liegt natürlich nicht nur an dem Bürgermeister. Und ich hätte es gerne, dass die Straßenlampen länger als 23 Uhr leuchten. (lacht)

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Ich war 14 Jahre alt und habe in den Ferien in einem Altenheim ausgeholfen. Das war eine beeindruckende Zeit und hier hatte ich auch die ersten Begegnungen mit dem Tod.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?

Für Kleidung natürlich.

Was würden Sie gerne können?

Ich würde gerne ein Musikinstrument, wahrscheinlich das Klavier, richtig gut spielen können. Ich kann zwar ein paar Instrumente so ein bisschen, aber das reicht für nichts.

Wer ist ihr persönlicher Held?

In solchen Kategorien denke ich eigentlich nicht, das ist eine schwierige Frage. Aber Musiker zum Beispiel imponieren mir sehr. Denn sie sind ständig unterwegs und können dabei trotzdem kreativ sein.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?

Auf unserem Hof und in der Kramserei natürlich.

Was stört Sie an Anderen?

Unehrlichkeit und Unzuverlässigkeit ganz generell, aber bei einzelnen Personen speziell auch andere Dinge.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?

Das kann ich gar nicht so genau sagen, denn ich lache gerne und vor allem oft. Aber mit meinem Mann kann ich unheimlich viel lachen, denn er ist sehr schlagfertig und kann gut mit Sprache umgehen.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?

Da könnte ich vieles aufzählen! (lacht) Als Selbstständige macht man viele unvernünftige Dinge, aber eigentlich nie etwas Gravierendes. Da denke ich oft „Das hättest du mal lieber sein gelassen“.

Welches Buch lesen Sie gerade?

Momentan gar keins. Ich lese beruflich aber sehr viel. Und wenn mein Kopf mal wieder frei ist von all der Arbeit, lese ich gerne Krimis und historische Romane.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Wer wird Millionär, aber da ist ja leider gerade Sommerpause. Mein Mann und ich schauen auch gerne Tatort, aber da sind die Geschichten mittlerweile sehr konstruiert.

Urlaub in den Bergen oder am Meer?

Meer! Eindeutig. Wir waren in diesem Jahr schon an der Nordsee in Holland. Mein Mann hingegen liebt die Berge, weswegen wir beide Ziele gerne ansteuern.

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Festlegen kann ich mich da nicht. Marilyn Monroe auf jeden Fall oder Sissi. Aber auch mit Angela Merkel würde ich mich gerne mal unterhalten. Sie ist eine beeindruckende Person und weiß sich als Frau durchzusetzen.

Wenn Sie selbst kochen, was kommt dann auf den Tisch?

Eher traditionelle und vor allem herzhafte Gerichte. Da geht es vom Rindsgulasch bis zum gefüllten Pfannkuchen.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?

Genau kann ich das nicht sagen, aber ich höre immer noch gerne Queen und Genesis. Das erinnert mich an die 1970er- und 1980er-Jahre. In der Zeit war ich oft auf Konzerten und das war einfach eine tolle Zeit.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Ich habe einen einzelnen Ohrring aus schwarzem Onyx von meinem Mann bekommen, einfach wunderschön. Und weil er so wertvoll ist, trage ich ihn nie. Eigentlich doof, oder? Aber ich freue mich jedes Mal sehr, wenn ich ihn sehe.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Ich möchte einmal am Meer in die Sonne reiten. Da ist so ein Bild in meinem Kopf. Das Problem ist nur, dass ich nicht reiten kann.

Wie wollen Sie Ihre Freizeit als Rentner gestalten?

Ich werde nie Rentnerin sein! (lacht) Also ich will dann einfach vermehrt Kunst und Keramik machen. Wofür heute halt nicht immer Zeit ist.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?

Meiner Partnerin und Nachbarin Barbara Seyfarth vom Eselhof hier in Klein Krams. Sie hat auch viel zu erzählen und ich bin gespannt, wie sie auf die Fragen antworten würde.

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