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Ludwigsluster Tageblatt

24. September 2017 | 08:59 Uhr

grabow : Mehr Werbung fürs Waldbad

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Beheiztes Grabower Waldbad will bekannter werden / Ausbaupläne für warme Tribünenlogen / Wunsch: 50 000 Besucher im nächsten Jahr

von
erstellt am 28.Mai.2014 | 07:00 Uhr

Mittags, ein Uhr, im Waldbad. Schwimmmeister Andreas Hohl schneidet die Hecken, der Kassenwärter fegt den Sand am Eingang zusammen. Detlef Hohl, der andere Schwimmmeister, steht am Beckenrand. Die drei sind alleine. Nur ein Schwimmer zieht seine Bahnen. Es ist frisch. 18 Grad Lufttemperatur zeigt das Thermometer. „In der Karibik ist Winter“, sagt Detlef Hohl. Er meint damit vor allem die Wassertemperatur. Denn die von Stadtwerken und Stadt zur Einweihung des Blockheizkraftwerkes versprochenen karibischen 25 Grad hatte das Wasser noch nie. Immerhin – am Montagabend waren es 24 Grad. „Jetzt läuft es so, wie wir es erwartet haben“, sagt Bürgermeister Stefan Sternberg. Etliche Gäste hatten sich in den letzten Wochen über das kalte Wasser mokiert. Manche wollten sogar ihr Geld zurück. Inzwischen sei die defekte Pumpe ausgetauscht. Laut Wulf-Peter Bosecke, Geschäftsführer der Stadtwerke, werde im laufenden Badebetrieb weiter an der Technik gefeilt. So soll der Wärmetauscher gegen einen größeren ausgewechselt werden, um die Wasserdurchflussmenge zu erhöhen, damit das Wasser schneller warm wird. Noch schaut täglich ein Mitarbeiter der Stadtwerke im Waldbad vorbei, demnächst aber können die Motoren von der Ludwigsluster Zentrale aus per Mausklick kontrolliert und gesteuert werden. Sobald sich die Warmwasserproduktion stabilisiert habe, so Bürgermeister Sternberg, wolle man über die Weiterentwicklung des Bades nachdenken. „Das Bad muss attraktiver und bekannter werden“, sagt er. „Viele assoziieren mit Waldbad einen Tümpel im Wald. Dass es sich hier um ein 50-Meter-Becken, zudem noch ein beheiztes, handelt, wissen in Mecklenburg die wenigsten.“

Mit Schildern, wie „Waldbad, immer ein Besuch wert“, wirbt die Stadt seit kurzem an ihren Ortseingängen. Geplant ist ein Internetauftritt mit langen Fotostrecken, auch im Tourismusratgeber wird sich das Waldbad demnächst präsentieren. Schwimmvereine könnten das Areal für Trainingslager in den Ferien nutzen. Nachgedacht werde auch über erweiterte Öffnungszeiten. „Warum nicht an zwei Tagen schon mal früh um sechs Uhr öffnen“, sagt Wulf-Peter Bosecke. „Dann könnten die ersten schon vor der Arbeit Schwimmsport treiben.“

So wenig Leerlauf wie möglich - formuliert der Stadtwerkechef das Ziel. Bürgermeister Sternberg wünscht sich nächstes Jahr 50 000 Besucher, das wären 10 000 mehr als im zurückliegenden Jahr. Bis dahin könnten auch die sanierungsbedürftigen Tribünen zu Glasaluminium-Kabinen umgebaut sein. Auch die würden mit Wärme aus dem Blockheizkraftwerk beheizt. Dann könnten Besucher selbst noch im Herbst schwimmen, ohne draußen frieren zu müssen. Und dann kommen die Gäste vielleicht auch im Sommer, wenn die Sonne mal nicht scheint.

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