Ludwigslust : Mehr Technik für Berufsschulen

Die Landratskandidaten Stefan Sternberg und Klaus Michael Glaser stellten sich den Fragen der Kreishandwerkerschaft.
Die Landratskandidaten Stefan Sternberg und Klaus Michael Glaser stellten sich den Fragen der Kreishandwerkerschaft.

Kreishandwerkerschaft schickt Kandidaten mit ihren Forderungen in den Wahlkampf. Schnelles Internet ist wichtig für die Betriebe.

svz.de von
13. März 2018, 21:00 Uhr

Wie stehen die Landratskandidaten zum Handwerk? Wie würden Sie mit Problemen wie der Struktur der Berufsschulen umgehen? Welche Vorschläge, Konzepte und Ideen würden Sie als eventuelle Amtsinhaber in das Handwerk einbringen? Diesen und weiteren Fragen stellten sich die Landratskandidaten Klaus Michael Glaser (CDU) und Stefan Sternberg (SPD) bei einem Treffen mit der Kreishandwerkerschaft Westmecklenburg-Süd in der Geschäftsstelle Ludwigslust, an der Obermeister der verschiedenen Innungen teilnahmen.

„Wir haben mit Rolf Christiansen immer gut zusammengearbeitet und versucht, Probleme gemeinsam zu lösen“, hängte Kreishandwerksmeister Hans-Werner Mrowiec aus Fresenbrügge gleich während seiner Begrüßung die Messlatte ordentlich hoch. Die Landratskandidaten habe man eingeladen, um zu erfahren, wie sie sich zum Handwerk in der Region positionieren. „Denn auch in Zukunft werden wir Aufgaben lösen und Probleme bewältigen müssen, und da möchte man wissen, wie sich die Kandidaten das vorstellen würden“, so Mrowiec. Jacqueline Bernhardt (Die Linke) sei zum Zeitpunkt der Terminplanung noch nicht als Landratskandidatin bestätigt und sei deshalb nicht dabei gewesen, wie Mrowiec auf SVZ-Anfrage mitteilte.

Auf der Themenliste der Kreishandwerkerschaft ganz oben standen die Themen Berufsschulen und Verkürzung der Bearbeitungszeiten bei Baugenehmigungen. Hans-Werner Mrowiec wies zum Beispiel darauf hin, dass die Berufsschulen mehr technische Ausstattung wie etwa CNC-Maschinen bräuchten. „Die Aufgabe liegt beim Landkreis.“ Dass das Thema Fachkräfte besonders im Handwerk wichtig ist, wissen die Kandidaten. „Wir müssen die Berufsschulen stärken und diese Kampagne vor allem gemeinsam führen. Der Landkreis ist dabei zwar nur ein kleiner Part. Aber wir wollen schließlich alle, dass die Schüler und Auszubildenden in unserem Kreis bleiben“, erklärte Klaus Michael Glaser. Stefan Sternberg ergänzte, dass die Berufsschulen weiter spezialisiert und eventuell sogar zu Leistungszentren ausgebaut werden müssten. „Außerdem muss etwas gegen den hohen Unterrichtsausfall getan werden. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass man Lehrkräfte aus den einzelnen Betrieben rausnimmt, die den Stoff noch besser vermitteln könnten.“

Weitere Themen, die die Obermeister beschäftigten, waren vor allem die ärztliche Struktur im Landkreis sowie der Breitbandausbau und die Digitalisierung. „Denn daran hängen die Übertragung und Bearbeitung von Aufträgen. Wenn das nicht klappt, wollen Betriebe nicht hierbleiben“, erklärte Hans-Werner Mrowiec. Auch kürzere Bearbeitungswege und -zeiten in der Verwaltung würden sich positiv auf das Handwerk auswirken. Sternberg und Glaser bestätigten, dass sie sich im Falle einer Wahl mit diesen Prozessen und Strukturen beschäftigen würden.

Nach gut anderthalb Stunden waren alle Fragen und Anliegen vorerst geklärt. „Die Runde war sehr interessant und man hat jetzt ein besseres Bild der Kandidaten“, erklärte Geschäftsführerin Birgit Ludwig. Hans-Werner Mrowiec sei es bei der Landratswahl am wichtigsten, dass die Kreishandwerkerschaft künftig mindestens dieselbe Unterstützung, wenn nicht sogar noch etwas mehr erhalten wird. „Wir müssen künftig mehr Wert auf das Handwerk in unserer Region legen, und dafür stehe ich“, erklärte Stefan Sternberg. Klaus Michael Glaser konnte sich dem nur anschließen und betonte, dass er viele neue Informationen für die künftige Arbeit aus dem Gespräch mitnehmen konnte.

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