grabow : Mehr Service für Wohnmobilisten

Herbert Krietel aus Rellingen aus dem Kreis Pinneberg an seinem Wohnmobil im Stadthafen Grabow.
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Herbert Krietel aus Rellingen aus dem Kreis Pinneberg an seinem Wohnmobil im Stadthafen Grabow.

Grabow hat in den Servicebereich des Stellplatzes am Stadthafen viel investiert/ Neue Elektranten sorgen für Strom rund um die Uhr

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30. Juni 2015, 07:00 Uhr

Margret und Herbert Krietel sitzen auf einer Bank im Stadthafen Grabow, schauen aufs Wasser und genießen das herrliche Wetter. Wenige Meter hinter ihnen parkt ihr Wohnmobil. Die beiden Senioren kommen aus der Gemeinde Rellingen im Kreis Pinneberg an der Landesgrenze zu Hamburg und haben hier am Stadthafen auf dem neu gestalteten Wohnmobil-Stellplatz Station gemacht. „Wir waren vor Jahren schon mal in Grabow, uns gefällt es hier gut“, sagte Herbert Krieter. „Vor ein paar Jahren gab es den Platz in dieser Form noch nicht, alles ist sehr schön geworden.“ Allerdings finden er und seine Frau die 5 Euro Gebühren pro Nacht zu hoch. „Es gibt Stellplätze, die kosten nur 2 Euro, und dann gibt es viele Plätze, wo man mit seinem Wohnmobil kostenlos parken kann“, wirft seine Frau Margret ein. „Mit der Neugestaltung des Stellplatzes am Stadthafen mussten wir auch die Kosten für die Nutzung im Blick haben. Wir wollten die Kosten so annehmbar wie möglich halten, damit sich die Gäste bei uns auch wohlfühlen. Die Stadt Grabow hat viel Geld in den Servicebereich hier am Hafen investiert. Das Areal selbst haben wir als Stadt über die Städtebauentwicklung realisiert, Fördermittel gab es nur für den Bau der Straße“, so Bürgermeister Stefan Sternberg.

Mit dem vor gut 14 Tagen eröffneten neuen Angebot für Wohnmobil-Touristen geht die Stadt Grabow neue Wege bei der Hafenbewirtschaftung, erläuterte der Verwaltungschef. „Früher gab es nur Personal für drei Stunden am Tag, die den Wohnmobilfahrern Münzen für Strom und Sanitäreinrichtungen verkauften.“ Das war in der Vergangenheit von den Touristen sehr kritisiert worden. Aber die Stadt habe es von der personellen Ausstattung nicht hinbekommen, die Gäste umfassend betreuen zu können, ergänzte der Bürgermeister. „Jetzt stehen am Stadthafen Elektranten auf Basis von Münzautomaten, die einen 24-Stunden-Service möglich machen“, so Stefan Sternberg. Elektranten sind Vorrichtungen zur Entnahme elektrischer Energie – und zwar überall dort, wo eine dezentrale Anschlussmöglichkeit an das Stromnetz gewünscht wird, so wie hier am Hafen.


Für Touristen auch bald WLAN-Nutzung möglich


So gibt es nicht nur rund um die Uhr Strom – 1 Euro für 2 kWh – in der Zeit von 7 bis 20 Uhr können die mobilen Urlauber auch die Entsorgungsstation in Anspruch nehmen. Damit kann der Hafen von Urlaubern ganzjährig genutzt werden. Nur bei knackigen Minustemperaturen wird das Sanitärgebäude winterfest gemacht und bleibt dann geschlossen. „Die nächste Sache, die wir vorbereiten, ist eine WLAN-Ausstattung am Hafen, damit die Touristen auch auf schnellem Wege ins Internet kommen. Die technische Planung für dieses Projekt läuft bereits“, so Bürgermeister Sternberg. Den Service mit den Elektranten finden Krietels sehr gut. „Wir aber brauchen das nicht, denn wir haben zwei Solarmodule auf dem Dach“, schmunzelt Herbert Krietel. Mit ihrem nunmehr 13 Jahre alten Wohnmobil sind sie in der ganzen Bundesrepublik unterwegs, von Nord nach Süd. „Vor ein paar Tagen waren wir in Hitzacker, nach dem Aufenthalt in Grabow geht es nach Boizenburg und von da aus wieder nach Hause. Am Sonntag haben wir in Ludwigslust Halt gemacht. Da waren wir schon überrascht, dort 7 Euro an Übernachtungsgebühr zahlen zu müssen, wo doch unser Bordatlas „Reisemobil 2014“ mit einem grünen Stern anzeigt, dass der Platz in Ludwigslust kostenfrei sei“, wunderte sich Herbert Krietel. Ihm und allen anderen Wohnmobil-Fans sei gesagt, dass es mit Pro Mobillife eine sehr gute Mobilfunk-App gibt, die die Touristen aktuell immer auf dem Laufenden hält und unliebsamen Überraschungen vorbeugt.

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