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Ludwigsluster Tageblatt

12. Dezember 2017 | 17:10 Uhr

Neu Kaliss : Mehr Raum für Vereine

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Neu Kaliss macht Turnhalle zur Mehrzweckhalle / Anbau ist gleichzeitig Start für energetische Sanierung des alten Gebäudes

svz.de von
erstellt am 17.Jun.2014 | 14:09 Uhr

Die Pläne für einen Anbau an der Turnhalle lagen schon seit Jahren in der Schublade. Ein glücklicher Umstand, wie sich jetzt herausstellte. Als vor ein paar Monaten überraschend Fördermittel in Aussicht gestellt wurden, konnte die Gemeinde Neu Kaliß sie hervorholen und sich dadurch die Finanzspritze sichern. „Bedingung für die Förderung war, dass wir das Geld bis November ausgeben können“, erklärte Bürgermeister Burkhard Thees. Der Grund: Es handelt sich um Restmittel aus der 2013 zu Ende gegangenen Förderperiode, die bis zum Herbst abgerechnet sein müssen. „Zum Glück hatten wir die Baugenehmigung bereits vorliegen. Sonst wäre der Termin nicht zu realisieren gewesen.“

Inzwischen haben auf dem Schulgelände in Neu Kaliß die Bauarbeiten begonnen. Die Fundamente und die Bodenplatte sind fertig und vermitteln einen ersten Eindruck von dem, was in den nächsten Monaten entstehen soll. Der 35 Meter lange und acht Meter breite Anbau bietet Platz für ein rund 60 Quadratmeter großes Foyer, für zwei Lager- und Geräteräume, eine Garderobe sowie Sanitärräume. Zusammen mit der vorhandenen Turnhalle, zu der es Durchbrüche geben wird, ergibt sich eine Mehrzweckhalle für unterschiedlichste Veranstaltungen. „Die Schule, Vereine, Verbände und die Gemeinde können die Räumlichkeiten künftig nutzen, ohne dass Räume oder die Toiletten der Grundschule einbezogen werden müssen“, erklärte Burkhard Thees. Und der Neu-Kalisser Carneval Club (NKCC) muss keine zusätzlichen Festzelte mehr ordern, um seine Programmabende in der Halle zu feiern.

Mit dem Anbau macht die Gemeinde gleichzeitig einen ersten Schritt bei der geforderten energetischen Sanierung der Turnhalle. „Die Wärmedämmung der anderen Außenwände und die Heizungsanlage müssen wir dann in weiteren Bauabschnitten in den nächsten Jahren in Angriff nehmen“, so der Bürgermeister.

Der Anbau wird aus großen Planelementen aus Kalksandstein zusammengesetzt. „Sonst wäre eine so kurze Bauzeit nicht möglich“, erklärte Frank Allers, dessen Heiddorfer Firma den Auftrag für das Bauhauptgewerk bekommen hatte. Bis Mitte Juli soll die Montage der Elemente abgeschlossen sein, damit die Zwischendecke gebaut werden kann. Die Außenwände werden dann mit einem Wärmeverbundsystem gedämmt und gemalert. Die farbliche Gestaltung steht jedoch noch nicht fest. Sie soll in Abstimmung mit der Schule erfolgen.

Insgesamt investiert die Gemeinde rund 440 000 Euro in den Anbau. Trotz aller Fördermittel, unter anderem von der Europäischen Union (EU) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern, muss sie eine erhebliche Summe aus ihrem eigenen Haushalt aufbringen. „Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt rund 133 000 Euro“, erklärte Volker Frenz vom Bauamt des Amtes Dömitz-Malliß.


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