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Ludwigsluster Tageblatt

25. November 2017 | 01:22 Uhr

Ludwigslust : Mehr Parkplätze für Pendler

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Metropolregion Hamburg fördert Bau der P & R-Anlage am Bahnhof / Leerrohre für mögliche Stromladestationen

Die Suche nach einem Parkplatz am Bahnhof soll leichter werden. Noch in diesem Monat beginnen die Tiefbauarbeiten für die geplante P & R-Anlage zwischen Tarnow-Straße und Bahngleisen. In perfekter Lage, wie Jens Gröger von der Stadtverwaltung betonte. „Es gibt nicht viele Parkplätze mit direktem Zugang zu einem Bahnsteig“, meinte der Fachbereichsleiter Tiefbau. Und wenn dann noch der geplante Tunnel mit Aufgängen zu allen Bahnsteigen fertig ist, sei es eine 1a-Lage.

Bei dem rund eine Million Euro teuren Projekt „Park & Ride-Anlage am Bahnhof“ kann die Stadt Ludwigslust auf finanzielle Unterstützung bauen. Gestern überreichte Hans-Ulrich Doose von der Schweriner Staatskanzlei einen Förderbescheid über rund 94 000 Euro. Das Geld stammt aus dem Förderfonds Hamburg/Mecklenburg-Vorpommern der Metropolregion Hamburg. „So eine P & R-Anlage fördert die Mobilität, macht den ÖPNV attraktiver und hilft, den motorisierten Individualverkehr und damit Umweltbelastungen zu reduzieren“, begründete Hans-Ulrich Doose. Weitere Fördermittel werden vom Energieministerium erwartet.

Den Bahnhof nutzen täglich rund 2500 Pendler, um mit dem Zug zur Arbeit zu fahren. Zählungen der Stadt haben ergeben, dass jeden Morgen 300 bis 350 Pkw am Bahnhof und in den angrenzenden Straße abgestellt werden. „Viele Fahrer wissen gar nicht wohin“, so Jens Gröger. „Dieses seit Jahrzehnten bestehende Problem können wir mit Hilfe des Parkplatzes endlich entschärfen.“

Auf dem Areal am Bahnhof sollen 183 Parkplätze für Pkw, darunter fünf behindertengerechte unmittelbar in Bahnsteignähe, entstehen. Geplant sind außerdem 14 Stellflächen für Motorräder, 16 abschließbare Fahrradboxen sowie 96 überdachte Stellplätze für Fahrräder. In die Erde kommen außerdem Leerrohre, um irgendwann einmal Ladestationen für Elektroautos und -fahrräder ohne großen Aufwand nachrüsten zu können. Aktuell sieht die Stadt noch keinen Bedarf dafür. „Wir werden die Zulassungszahlen bei Elektrofahrzeugen beobachten“, kündigte Bürgermeister Reinhard Mach an. Bei der jüngsten Anfrage seien es gerade einmal 20 Elektro-Fahrzeuge im gesamten Kreisgebiet gewesen. 

 

 

 

 

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