Niendorf a. d. Rögnitz : Mehr Neuzugänge in der Jugend

Anerkennung für die Kameraden: Amtswehrführer Fred Neumann, 2. Stellvertreter Stefan Schneider, die Geehrten Michael Holm, Torsten Kirst und Ralf Buls sowie Amtsvorsteher Burkhard Thees (v.l.).
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Anerkennung für die Kameraden: Amtswehrführer Fred Neumann, 2. Stellvertreter Stefan Schneider, die Geehrten Michael Holm, Torsten Kirst und Ralf Buls sowie Amtsvorsteher Burkhard Thees (v.l.).

Freiwillige Feuerwehren des Amtes Dömitz-Malliß trafen sich zur Jahreshauptversammlung und blickten auf ereignisreiches Jahr zurück.

svz.de von
11. März 2018, 21:00 Uhr

Retten, Löschen, Bergen und Schützen – dass zu diesen Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren noch viele weitere hinzukommen, wurde wieder einmal deutlich auf der Jahreshauptversammlung der Wehren des Amtes Dömitz-Malliß, die in diesem Jahr in Niendorf an der Rögnitz stattfand. Kameraden aus allen 18 Wehren kamen zusammen, um über das vergangenen Jahr zu sprechen, die eigene Arbeit Revue passieren zu lassen und einen Blick in das neue Jahr zu werfen.

Einsätze bewältigen, Hilfeleistungen geben, Ausbildungen meistern, Wettkämpfe gegen andere Wehren absolvieren und verschiedene Veranstaltungen im Amt absichern – die Liste der Tätigkeiten der Wehren, die Amtswehrführer Fred Neumann seinen Kameraden vortrug, war lang. Insgesamt 25 Brandeinsätze und 99 Hilfeleistungen hatten die Feuerwehren des Amtes 2017 zu bewältigen. „Im Oktober hatten alle aufgrund der beiden Stürme natürlich am meisten zu tun“, wie Stefan Schneider, 2. stellvertretender Amtswehrführer, ergänzte. Alleine am 5. Oktober, als Sturm „Xavier“ über das Land fegte, mussten die Wehren 36 Mal ausrücken. Leider sei es im vergangenen Jahr aber auch vermehrt zu mutwillig ausgelösten Einsätzen gekommen, bei denen sich Bürger einen Spaß mit den Kameraden erlauben wollten.

Dass die Freiwillige Feuerwehr tatsächlich Spaß macht, bewiesen die Zahlen der Neuaufnahmen in die acht Jugendfeuerwehren des Amtes. „Insgesamt sind 29 Mädchen und Jungen neu eingetreten“, erklärte Amtsjugendwart Ronny Schult in seinem Bericht. Derzeit gibt es 107 Mitglieder in den Jugendwehren, Tendenz steigend. Auch die Jugendlichen haben im vergangenen Jahr viel geleistet, darunter alleine 1485 Stunden in der feuerwehrtechnischen Ausbildung. Außerdem nahmen sie an Orientierungsmärschen teil, fuhren zum Kreisausscheid nach Goldberg und Mitglieder der Jugendfeuerwehr Malliß legten die Leistungsspange erfolgreich ab. Stefan Schneider bezeichnete die Kultur- und Jugendarbeit der Feuerwehren im Amt als wichtigste neben ihrer Hauptaufgabe.

Höhepunkt dieses Jahres wird der Amtsfeuerwehrtag am 9. Juni in Polz sein. Auf der Versammlung wurden dafür bereits die Startnummern ausgelost. Die Feuerwehr Karenz startet demnach an erster Stelle, Malliß an letzter.

Neben viel Lob und Anerkennung für alle Kameraden wurde aber auch Kritik laut. So bemängelte Amtswehrführer Fred Neumann vor allem die Diskussion um die Zukunft der Feuerwehrtechnischen Zentrale, die immer noch nicht zu einem Ergebnis gekommen ist. „Man bekommt keine vernünftige Antwort und den Wehrführern wird auch nicht alles gesagt, das versichere ich euch.“

Am wichtigsten war es jedoch am Ende des Abends, dass auch in diesem Jahr wieder alle Kameraden gesund von ihren Einsätzen zurückkommen werden. Diesem Wunsch konnten sich auch Amtsvorsteher Burkhard Thees und die anwesenden Bürgermeister nur anschließen. „Auch in diesem Jahr werden wir wieder viel erleben, aber gemeinsam meistern wir das“, so Fred Neumann.

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