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Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 04:23 Uhr

Übung in Hagenow : Medical Task Force in Aktion

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Auf dem Festplatz in Hagenow probten DRK-Kräfte aus Westmecklenburg das Zusammenwirken nach einem Katastrophenfall

svz.de von
erstellt am 27.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Sie können u.a. bei Zugunglücken, Flugzeugabstürzen, Massenunfällen auf der Autobahn oder auch Terroranschlägen zum Einsatz kommen, die Männer und Frauen der Medical Taske Force (MTF). Am vergangenen Sonnabend probten die ehrenamtlichen DRK-Retter aus Westmecklenburg im Rahmen des Katastrophen- und Zivilschutzes auf dem Festplatz in Hagenow das Zusammenwirken. Einsatzleiter für die Einheit ist Dr. Dirk Killermann. Er ist im Hauptberuf Chefarzt der Kardiologie im DRK-Krankenhaus Grevesmühlen.

Der Landesverband des DRK hat den Aufbau sogenannter Medical Task Forces übernommen. Im Land existieren drei Einheiten. Und in Hagenow übte am Sonnabend die Medical Taske Force 13 mit mehr als 50 ehrenamtlichen Einsatzkräften. „Wir üben die technischen Abläufe und bauen einen Behandlungsplatz auf, der mit einem Krankenhaus auf dem Feld zu vergleichen ist. Dazu werden verschiedene Zelte errichtet, die unterschiedliche Funktionen übernehmen“, erläutert der Mediziner. Aufgabe des Behandlungsplatzes ist es, Patienten aufzunehmen, um sie entsprechend der Schwerer ihrer Verletzung zu behandeln. „Die Besonderheit der Medical Taske Force besteht darin, dass wir bis zu 48 Stunden autark arbeiten können, dafür haben wir die Voraussetzungen“, macht er weiter deutlich.

Die mehr als 50 ehrenamtliche DRK-Mitglieder aus Westmecklenburg, die u.a. in Ludwigslust, Parchim, Schwerin, Grevesmühlen und Bad Doberan stationiert sind, reisten mit ihren Einsatzfahrzeugen nach Hagenow. Nach den Worten von Matthias Schubert, beim DRK-Landesverband zuständig für die Medical Task Force, sollen diese speziellen Einheiten bis 2020 aufgebaut werden. „Unsere Aufgabe ist es, mit dieser Übung insbesondere die Dokumentation der Verletzten zu üben. Das ist wichtig, wenn es zum Beispiel Nachfragen von Angehörigen gibt“, sagte er. Zuständig dafür ist Katja Schröder mit ihrem Team vom Kreisauskunftsbüro, das am Sonnabend die Dokumentation auch der Verletzten probte, um jederzeit auskunftsfähig zu sein.

Andreas Skuthan, MTF-Verantwortlicher beim DRK-Kreisverband Ludwigslust, macht im SVZ-Gespräch deutlich, dass die Ludwigsluster am Sonnabend mit acht Helfern vor Ort waren. Als Verletzte wirkten weiterhin junge Leute von der Wasserwacht Hagenow, vom Jugend-DRK-Grabow sowie von den Wasserwachten Boizenburg und Alt Jabel mit. „Wir suchen ehrenamtliche Mitstreiter, insbesondere zwei Ärzte aus der Region, die hier in unserem Zelt mitwirken wollen“, macht er aufmerksam.

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