Ludwigslust : Mastwurf in Sekundenschnelle

Schlussspurt mit Schläuchen: Leonie übernimmt den Schlusspart beim Staffellauf.
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Schlussspurt mit Schläuchen: Leonie übernimmt den Schlusspart beim Staffellauf.

Im Thema der Woche geht es um die Landesfeuerwehrwettkämpfe in Ludwigslust Heute: Die Jugendfeuerwehr Kummer beim Training

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22. August 2019, 05:00 Uhr

Großaufgebot der Feuerwehr am bevorstehenden Wochenende in Ludwigslust. Diesmal allerdings nicht wegen eines Brandes, sondern für ein Kräftemessen. Erstmals finden die Landesfeuerwehrwettkämpfe des Landesfeuerwehrverbandes (Erwachsene) und der Landesjugendfeuerwehr zeitgleich an einem Ort statt. Wir begleiten den Aufbau der Wettkampfstätten, stellen einige Disziplinen und Starter aus unserer Region vor. Heute: Die Mannschaft der Jugendfeuerwehr Kummer trainiert den Hindernis- und Staffellauf.

Nancy Ressel steht mit ihrem Smartphone in der Hand auf dem Sportplatz von Kummer. Justin ruft unterdessen: „Eins, zwei, drei, vier...“ Alle neun Staffelläufer stehen bereit. „Auf die Plätze, fertig...“ Justin klatscht in die Hände und gibt damit den Startschuss für die Staffel. Nancy Ressel stoppt die Zeit. Zum vorletzten Mal trainiert die Mannschaft der Jugendfeuerwehr Kummer vorm großen Landeswettbewerb am kommenden Wochenende. „Bei beiden Disziplinen ist es wichtig, fehlerfrei zu sein“, erklärt Nancy Ressel, erste stellvertretende Jugendwartin. Schnelligkeit sei auch wichtig; bei einem Fehler gibt es zehn Strafsekunden oben drauf. Das darf auf keinen Fall passieren. Zumal sich die Kummeraner Jugend ein großes Ziel gesetzt hat. „Wir wollen zur Deutschen Meisterschaft, deshalb müssen wir Erster oder Zweiter werden“, sagt Alica.

„Wir starten zuerst mit dem Staffellauf“, ruft Nancy Ressel in die Runde. Grund: Ein wenig Nachholbedarf gibt es bei dieser Disziplin noch. „Vor allem die Übergänge mit der Staffel müssen klappen. Beim Staffellauf kommt es vor allem auf den Start- und Schlussläufer an. „Die Wand und das Kuppeln am Schluss sind die Knackpunkte“, erklärt Nancy Ressel. Startläufer Eric fehlt beim Training, für ihn sprintet Mattes Neumann über die Wand. Gleich beim ersten Lauf schaffen die neun Wettkämpfer 78 Sekunden. Am Sonnabend sollen es 77 Sekunden werden – oder weniger. „Für einige ist es der erste Wettkampf. Aber ich denke, dass sich die Aufregung bei allen in Grenzen halten wird“, sagt Mattes Neumann, der ebenfalls antritt. Aber bei den Männern. Beim Hindernislauf der Jugend schaut der 17-Jährige wie Nancy Ressel genau hin. Wo passieren den Startern Fehler? Wo lassen sie Zeit liegen? Mit Sprung geht es über den Wassergraben, übers Hindernis, durch den Kriechtunnel... Am Ende der Hindernisse müssen die Starter die richtigen Geräte raussuchen und hinlegen sowie Knoten machen: Zimmermannschlag, Mastwurf, Kreuzknoten...

Völlig außer Atem sitzen die Jugendlichen auf dem Rasen. Nur kurz Verschnaufen. Den Staffellauf üben sie am vorletzten Trainingsabend viermal, den Hindernislauf dreimal. Nancy Ressel sieht zufrieden aus, sie lächelt. „Das klappt schon alles sehr gut.“ Gut 43 Sekunden brauchen die Mädchen und Jungen bei dieser Disziplin. Mit Adrenalin im Blut geht es am Sonnabend vielleicht noch ein bisschen schneller. Wichtig ist aber, dass alle die Ruhe bewahren. „Auf die Konzentration kommt es an. Lieber in Ruhe, als zu schnell und dann Fehler machen“, sagt Nancy Ressel. Sie selbst war mit dabei, als die Jugendfeuerwehr Kummer gegründet wurde. „Ich bin Gründungsmitglied“, sagt die 31-Jährige. „Und schon seit gut 22 Jahren bei der Feuerwehr.“ Ohne geht es für sie einfach nicht.

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