Ludwigslust : Marktplatz als Ideenschmiede

Lebhaft diskutierten die Teilnehmer beim „Marktplatz Kultur und Schule MV“ im Zebef.  Fotos: M. Seifert
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Lebhaft diskutierten die Teilnehmer beim „Marktplatz Kultur und Schule MV“ im Zebef. Fotos: M. Seifert

„Kultur trifft Schule“ hieß es bei einer Zusammenkunft von Künstlern und Vertretern aus dem Bildungsbereich im Ludwigsluster Zebef

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29. November 2017, 21:00 Uhr

Fabian Vogel nahm eine Klingel zur Hand und läutete kurz. Nach jeweils 15 Minuten tauschten die Gesprächspartner am Dienstagabend an den Tischen im Saal des Mehrgenerationenhauses Zebef Ludwigslust ihre Plätze. „Kultur trifft Schule“ hieß die Veranstaltung, bei der Künstler, Kulturschaffende und Vertreter von Schulen in Form eines „Speeddatings“, wie es der Geschäftsführer des Zebef nannte, beim „Marktplatz Kultur und Schule in MV“ miteinander ins Gespräch kommen konnten. „Es geht darum, Partner für ein gemeinsames Kulturprojekt zu finden. In persönlichen Gesprächen können Ideen entwickelt, Vorhaben gedacht und erste Absichtserklärungen formuliert werden“, so Fabian Vogel. Alle Absichtserklärungen werden für den Förderpreis registriert.

Gut zwei Stunden lang tauschten sich die Protagonisten dieser Veranstaltung aus. Ideengeber für den Marktplatz ist die Bildungsinitiative „Kinder zum Olymp“ der Kulturstiftung der Länder.

Moderator Fabian Vogel und der Mitinitiator dieser Ideenkonferenz, Zebef-Mitarbeiter Benjamin Schwarz, der alles mit der Kamera im Bild festhielt, waren erfreut über die Resonanz und den Eifer, wie sich die Teilnehmer des Marktplatzes mit dem Thema beschäftigten. Mit dabei waren Bildhauer Klaus Freytag, Glaskünstlerin Ute Stender, Dr. Gernot Hempelmann, der Vorsitzende des Fördervereins Schloss Ludwigslust, Susanne Kramer von der kramserei, Sylvia Wulff, Museumspädagogin im Schloss Ludwigslust, Anke Ballhorn, Leiterin der Stadtbibliothek Ludwigslust, Sandra Duwe von der Volkshochschule Ludwigslust, Sabine Wendt, Schulsozialarbeiterin an der Regionalen Schule „Friedrich Rohr“ in Grabow, Danalee Westphal von der Grundschule Techentin, Kunstlehrerin Jelena Weltermann von der katholischen Edith-Stein-Schule und andere. Und in den Gesprächen entstand dann so manche Absichtserklärung für neue Projekte zwischen Kultur und Schulen. So verständigte sich Susanne Kramer mit Jelena Weltermann darüber, im Rahmen des vernetzten Unterrichts an der Stein-Schule mit 25 Kindern Gottheiten zu töpfern. Susanne Kramer: „Im Gespräch mit der Lehrerin habe ich erfahren, dass sie mit den Kindern an einem spannenden Drei-Jahres-Projekt arbeitet, bei dem sich die Schüler mit der Entstehung der Erde bis hin zur Hansezeit beschäftigen. Und da ich mich selbst für Ägypten, Götter und Gottheiten interessiere, würde das gut passen“, sagte die Inhaberin der kramserei in Klein Krams. „Diese Veranstaltung hat mir sehr gefallen, es war sehr effektiv. Auch weil ich in dieser Runde Menschen kennengelernt habe, mit denen man interessante Projekte machen kann.“

Anke Ballhorn und Danalee Westphal könnten sich ein gemeinsames Gaming-Projekt zwischen Stadt-Bibo und Grundschule Techentin vorstellen. Eine entsprechende Absichtserklärung haben beide schon mal unterschrieben. „Wir wollen als Stadtbibliothek zwei Spielekonsolen kaufen und ein paar Spiele dazu. Bei dem Projekt soll es darum gehen, dass sich die Schüler kritisch mit diesen Spieleangeboten auseinandersetzen und so Medienkompetenz erfahren.“

Interessant wäre aus Sicht von Fabian Vogel auch das Graffiti-Projekt mit der Rohr-Schule in Grabow. „Insgesamt neun Absichtserklärungen fanden sich nach Abschluss des Marktplatzes an der Pinnwand, die alle vom Fachdienstleiter Bildung, Kultur und Sport des Landkreises, Rainer Pekram, als ,Notar’, bestätigt wurden“, schmunzelte Fabian Vogel. „Es war eine kleine, aber feine Veranstaltung. Die Zeit, sich auszutauschen, wurde intensiv genutzt“, so der Zebef-Geschäftsführer. Bis zum 10. Dezember müssen alle aus den Absichtserklärungen entwickelten Projektanträge im Zebef eingereicht werden. Die Entscheidung über die Vergabe des Förderpreises in Höhe von 1000 Euro und des Sonderpreises über 2000 Euro fällt bis Ende Januar 2018.

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