Ludwigslust : „Man versucht uns auszutricksen“

In lockerer Atmosphäre folgten die Gymnasiasten den Ausführungen Thomas Feibels.
In lockerer Atmosphäre folgten die Gymnasiasten den Ausführungen Thomas Feibels.

Computerexperte Thomas Feibel sprach im Rahmen seiner Lesereise durch Mecklenburg vor Ludwigsluster Gymnasiasten

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19. Juni 2015, 11:36 Uhr

Gleich zu Beginn sorgte Thomas Feibel für Heiterkeit unter den Schüler/innen, als sie raten sollten, welchen Beruf er habe und diesen mit Gesten andeutete. „Arzt?“, glaubte ein Mädchen. „Nee. Ich jogge aber mit meinem Kardiologen. Wenn ich Herzstiche bekomme und nicht mehr weiter kann, meint der nur: ,Ein Herz sticht nicht, weiter laufen!’“

Thomas Feibel ist Medienexperte, stammt aus Berlin und verriet natürlich auch, was er beruflich macht: „Ich muss von morgens bis abends Computerspiele testen.“ Den Schüler/innen aus dem Ludwigsluster Goethe-Gymnasium erläuterte er auf der Veranstaltung im Rathaussaal, welche Tücken bei Spielen im Internet, auf iPhone oder Smartphone lauern können. „Die Spiele haben sich verändert, man versucht, uns auszutricksen. Du spielst umsonst, aber man muss mal hier, mal dort im Spiel ein paar Cent ausgeben, um zum Beispiel einige Diamanten zu bekommen. Das merkt man dann gar nicht so richtig.“

Feibel warnte auch vor der sogenannten App-Abzocke per Smartphone, wenn zum Beispiel versehentlich schon durch Eingeben der Handynummer Geld ausgegeben wird. „Davor schützt die Drittanbietersperre“, sagte Feibel, der in Berlin das Büro für Kindermedien leitet , unter anderem Sachbücher sowie Kinder- und Jugendbücher verfasst hat.

Die Veranstaltung in Ludwigslust mit Gymnasiasten der 7. und 8. Klassen fand im Rahmen einer Lesereise Feibels durch Mecklenburg statt, die Anke Ballhorn, Fachbereichsleiterin Kultur im Rathaus, organisiert hat.

„Ein Anliegen ist es, den Jugendlichen zu zeigen, wie sie richtig reagieren können, wenn sie auf eine Abzocke hereingefallen sind“, sagt Thomas Feibel.

In der zweiten Hälfte der interessanten Veranstaltung im Rathaus las Thomas Feibel Passagen aus seinem Buch „Like me. Jeder Klick zählt“, das sich mit der Internetproblematik befasst.

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