Neustadt-Glewe : Maler werden langsam knapp

Meister Detlef Unger (l.) mit seinen Angestellten Kay Roby und Christian Bumann bei letzten Malerarbeiten im „schiefen“ Haus.
Meister Detlef Unger (l.) mit seinen Angestellten Kay Roby und Christian Bumann bei letzten Malerarbeiten im „schiefen“ Haus.

Maler- und Lackierermeister Detlef Unger in Neustadt-Glewe feiert Firmenjubiläum

von
14. Juni 2018, 12:00 Uhr

Das „schiefe“ Haus am Markt in Neustadt-Glewe ist fast schon legendär: Noch vor einigen Monaten musste man befürchten, dass es vielleicht in sich zusammenfällt. Heute ist es saniert. Daran hat auch Detlef Unger seinen Anteil. Und der feiert in diesem Jahr gleich zwei Jubiläen.

Am heutigen Donnerstag vor 20 Jahren erhielt er seinen Meisterbrief im Maler- und Lackiererhandwerk. Und einige Wochen später, am 1. August 1998, gründete er in Neustadt-Glewe seine eigene Firma, zu der heute vier Angestellte gehören. Beide Jubiläen feiert Meister Unger am kommenden Sonnabend in geselliger Runde mit Angestellten, Freunden, Bekannten, Geschäftspartnern und der Familie. „Ich möchte mit der Feier natürlich meinen Angestellten danken, auf die ich mich immer verlassen kann“, so Meister Detlef Unger.

„Aber auch meiner Frau möchte ich danken, die es manchmal nicht so leicht mit mir hat“, lacht Detlef Unger. Und meint damit jene Stunden, wenn er abends spät nach Hause kommt, weil auswärts Aufträge zu erledigen sind. „Meist haben wir zwar im Umkreis von etwa 50 Kilometern zu tun, aber manchmal geht es auch weiter, zum Beispiel nach Hamburg.“

Fachwerkhäuser in Grabow, das dortige Schleusenwärterhäuschen, die Schule An der Bleiche in Ludwigslust, die neue Kita in Brenz oder auch das eingangs erwähnte „schiefe“ Haus in Neustadt-Glewe – nur einige der Häuser, in oder an denen Meister Unger seine Handschrift hinterlassen hat. Die öffentliche Hand ist dabei ebenso Auftraggeber wie Wohnungsgesellschaften oder Privatleute. „Ich bereue es nicht, vor 20 Jahren diesen Weg eingeschlagen zu haben“, so der 61-jährige Detlef Unger.

Und auch er merkt den demografischen Wandel: „Wie überall im Handwerk, werden auch die Maler langsam knapp. Wir haben ganz schön zu tun, die Auftragslage jedenfalls ist konstant“, sagt Detlef Unger.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen