Ludwigslust : Mach(t) den Weg frei

Was den Weg blockiert, wird gleich von Bürgermeister Reinhard Mach umgestellt. Radler sollen ungehindert auf dem Reiterweg fahren. Fotos: Katharina Hennes (2)
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Was den Weg blockiert, wird gleich von Bürgermeister Reinhard Mach umgestellt. Radler sollen ungehindert auf dem Reiterweg fahren. Fotos: Katharina Hennes (2)

Bürgermeister: Fahrradgasse auf Reiterweg freihalten / Kleine Verkehrsschilder sollen Vorfahrt regeln

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18. Juli 2015, 07:00 Uhr

Unbeschwertes Radfahren auf der Schlossstraße. Das Thema bewegt viele Ludwigsluster. Immer wieder melden sich deshalb Leser am Heißen Draht der SVZ. Mal sind es die Radfahrer, die nicht wissen, wer an den Einmündungen Vorfahrt hat. Mal die Passanten, die sich auf dem Gehweg von den Radlern belästigt fühlen. Die Stadt hat reagiert und mit Gastronomen sowie Geschäftsinhabern eine Lösung gefunden. Der Reiterweg ist zur Hälfte freigeräumt. Podeste für Stühle und Tische sind zurückgesetzt, Aufsteller stehen jetzt auf dem Gehweg. „So kann man nun ungehindert vom Alexandrinenplatz bis zur Schlossbrücke radeln“, sagt Bürgermeister Reinhard Mach. „Es muss sich nur noch in der Stadt herumsprechen.“

Beim Vor-Ort-Termin mit Polizei und Bürgermeister am Donnerstag radelten die meisten bereits auf dem Reiterweg. Radlerin Birgit Zarezki zögerte erst. „Ganz ehrlich. Ich bin etwas orientierungslos“, sagte sie. Gehweg, Radweg oder Straße? Man weiß nie so richtig, wo man lang soll?“ Ein Schild wäre ratsam, sagt sie. Doch darauf will sich die Stadt nicht festlegen. „Eine Ausschilderung als Radweg würde ja bedeuten, der Radfahrer hat eine Radwegbenutzungspflicht. Und es gibt keine andere Alternative“, sagt Bürgermeister Mach. „Die gibt es aber noch auf der Straße.“

Das erlaubte Fahren auf der etwa ein Meter breiten Gasse vom Reiterweg sei ein guter Kompromiss, meint Ralf-Peter Hirsch von der Ludwigsluster Polizeiinspektion. Er kündigte an, noch im Sommer an jeder Straßenquerung kleine Schilder „Vorfahrt gewähren“ für die Radfahrer aufzustellen. „Sie müssen an den Kreuzungen warten, weil es kein offizieller Radweg ist“, so Hirsch. „So der Kompromiss.“

Bürgermeister Mach hält ihn für machbar. „Wenn alle den Weg frei halten, werden die Radler ihn auch nutzen“, sagt er. In der Nacht zu Donnerstag hatte ein Postlieferant den Fahrradständer zurück auf den Reiterweg getragen, um besser ausliefern zu können. Reinhard Mach beförderte diesen am nächsten Tag gleich zurück. „Das wird sich einspielen“, sagt er. „Ganz sicher.“

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