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Ludwigsluster Tageblatt

17. Dezember 2017 | 07:29 Uhr

Kaliss : Lyrik aus der Steiermark in Kaliß

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Partner aus österreichischem Hitzendorf zum zweiten Besuch im Amt / Weiter am Kinderkochbuch gearbeitet

svz.de von
erstellt am 11.Sep.2014 | 07:00 Uhr

Plattdeutsch trifft Weststeirisch: Als auf dem Forsthof Kaliß das Reuterfest gefeiert wurde, hatten sich auch einige Österreicher ins Publikum gemischt. Sie stammen aus Hitzendorf (Steiermark) und besuchten für einige Tage die Gemeinde Neu Kaliß. Die beiden Gemeinden sind seit rund einem Jahr durch das Projekt „Jolly Agenda“, das über das EU-Programm für lebenslanges Lernen „Comenius Regio“ gefördert wird, partnerschaftlich verbunden.

Anliegen des Projektes ist es, gemeinsam Ideen für die ganzheitliche Gesundheitserziehung von Kindern zu entwickeln. Während auf Hitzendorfer Seite Pfarrkindergarten, Bibliothek und Marktgemeinde beteiligt sind, sind es auf Kalisser Seite neben der Kommune die Grundschule und der Sportverein. „Wir haben uns mit der Schule und der Kindertagesstätte ausgetauscht“, erklärte Roswitha Göry, Kindergartenleiterin aus Hitzendorf. „Wir arbeiten an einem gemeinsamen Kochbuch, das im Mai erscheinen soll.“ Es wird Rezepte für gesunde Kost enthalten und ist Projektinhalt im Bereich Ernährung. Bewegung und Glück sind die beiden anderen Bereichen, denen sich die Projektpartner widmen.

Nachdem im April sechs Neu-Kalisser – vom Jugendklub, von Sport- und Karnevalsverein, von der Grundschule und vom Amt – in Hitzendorf weilten, waren die Österreicher jetzt schon zum zweiten Mal in das Amt Dömitz-Malliß gekommen und hatten dabei die Gelegenheit genutzt, noch mehr von Land und Leuten kennenzulernen. Neben Schwerin mit Schlossbesuch und Petermännchen-Rundfahrt stand auch eine Stippvisite auf der Dömitzer Festung auf dem Programm. „Wir haben hier traumhafte Tage erlebt“, schwärmte Roswitha Göry. Auf der Festung hätten sie viel über den mecklenburgischen Heimatdichter Fritz Reuter erfahren – und seien so schon gut auf das Reuterfest auf dem Forsthof vorbereitet gewesen. Einige der alpenländischen Gäste mussten sogar zu Moderatorin Karin Koch auf die Bühne – um den Besuchern zu demonstrieren, wie Steirisch klingt. Robert Brunner und Roswitha Göry ließen sich auch nicht lange bitten und trugen Gedichte vor. Robert Brunner hatte einen weststeirischen Heimatdichter ausgewählt und war für die Deutschen kaum zu verstehen. Dankenswerterweise schickte er eine Übersetzung seines Gedichtes nach. Als Erinnerung an Kaliß bekamen die Gäste dann Kalisser Heide geschenkt. Beim Gegenbesuch solle geschaut werden, ob sie gut gedeiht, kündigte Karin Koch an.


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