Elternbeiträge bleiben stabil : Lulu: Kita-Gebühr steigt im Cent-Takt

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Die Stadt Ludwigslust wird dieses Jahr ihren freiwilligen Zuschuss für Kindertagesstätten nicht reduzieren. Das hat die Stadtvertretung jetzt beschlossen. Damit sollen Eltern nicht mehr als sonst an Beiträgen zahlen.

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19. Mai 2012, 12:08 Uhr

Ludwigslust | Die Stadt Ludwigslust wird dieses Jahr ihren freiwilligen Zuschuss für Kindertagesstätten nicht reduzieren. Das hat die Stadtvertretung ohne große Debatte beschlossen. "Seit 2006 erhalten die Träger von Kindertageseinrichtungen kontinuierlich weniger Zuweisungen für die Pro-Platz-Förderung", erläutert der stellvertretende Ludwigsluster Bürgermeister Jürgen Rades. Solche Träger sind sowohl die Stadt Ludwigslust als auch so genannte freie Träger, sprich Kirchen, Vereine und Verbände. Die Refinanzierung der Träger könne nur noch über steigende Elternbeiträge sichergestellt werden. "Damit die Eltern nicht höher als bisher finanziell belastet werden, hat die Stadt Ludwigslust die Differenz, die durch die geringere Zuweisung an Fördermitteln entstanden ist, zum Teil übernommen", erläutert Rades weiter.

Nun hat aber auch die Stadt Ludwigslust keine Lizenz zum Gelddrucken. Wegen der angespannten Haushaltslage und einem daraus resultierenden nicht ausgeglichenen Etat war im vergangenen Jahr ein Haushaltssicherungskonzept erarbeitet worden. Die Stadt Ludwigslust hat sich Sparen verordnet. Alles kommt auf den Prüfstand, und die freiwilligen Zuschüsse für die Kindereinrichtungen bleiben nicht außen vor. Jährliche Reduzierung um 25 Prozent - so steht es im Haushaltssicherungskonzept. Auf diese Weise sollte in vier Jahren der freiwillige Beitrag der Stadt ganz eingestellt werden.

Doch die Realität hat die Kommunalpolitiker der Lindenstadt eingeholt. Das wurde auf der Stadtvertretersitzung ein paar Tagesordnungspunkte später deutlich - wenn auch nicht gravierend. Da stand nämlich die Änderung der Gebührensatzung für die städtischen Kindereinrichtungen zur Diskussion. Hintergrund sind die gestiegenen Aufwendungen für die Bereitstellung eines qualitativ hochwertigen Mittagessens. Zwar liegen die Mehrbelastungen pro Kind laut Beschlussvorlage nur zwischen 1,50 und 2,25 Euro, dennoch ist ein Achtungszeichen gesetzt. Und eine Fortsetzung wird mit Sicherheit folgen.

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