Ludwigslust: Zechpreller im ICE

svz.de von
14. März 2019, 10:44 Uhr

Die Fahrt eines 27-jährigen Mannes mit dem ICE 907 von Hamburg nach Berlin endete am Abend des 12.03.2019 bereits in Ludwigslust. Der Mann bestellte im Bordrestaurant des Zuges diverse Speisen und nahm diese zu sich, ohne zu bezahlen. Nachdem der Mann dann auch bei der Fahrkartenkontrolle keinen Fahrausweis vorlegen und sich nicht ausweisen wollte, verständigte der Zugbegleiter die Polizei und verwies ihn am Bahnhof Ludwigslust des Zuges. Dort nahm ihn eine Streife der Polizei in Empfang.

Kurz nach Ausfahrt des ICE aus dem Bahnhof Ludwigslust ließ sich der Mann dann auf die Gleise fallen, stand wieder auf und fing an zu weinen. Da er nur mit einem Pulli bekleidet war und vor Kälte schon zitterte, begaben sich die Beamten mit ihm in die Dienststelle. Dort wurden seine Personalien festgestellt. Der Mann gab an, obdachlos und bereits seit dem Wochenende durch Norddeutschland gereist zu sein. Dies bestätigte eine aufgefundene Fahrpreisnacherhebung vom 12.03.2019 für die Strecke Göttingen - Hannover. Aufgrund der Tatsache, dass der Mann einen verwirrten Eindruck machte, forderten die Polizeibeamten einen Rettungswagen an, der den 27-Jährigen in eine Klinik verbrachte. Nun ermittelt die Polizei gegen den Mann wegen Erschleichens von Leistungen und Betruges.

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