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Auf dem Sattel unterwegs : Ludwigslust radelt um den Äquator

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Mit 44803 km steht Lulu beim „Stadtradeln“ in MV ganz oben vor Greifswald, Rostock und Schwerin / Dieter Brandes (67) fuhr 1430 km

Aufsteigen. Losfahren. Das Ziel ist egal. Hauptsache bewegen und dabei frische Luft einatmen. Dieter Brandes braucht seine täglichen Fahrradtouren. „Da kann es regnen oder stürmen. Er fährt trotzdem. Und gießt es früh aus Kannen, dann fährt er eben nachmittags“, erzählt seine Frau Waltraud. Sie ist Patientin der Physiotherapie Ziersch, die auch dieses Jahr wieder mit einem Team beim Ludwigsluster Stadtradeln an den Start ging. Chef Michael Ziersch hat dafür nicht nur Kollegen, sondern auch viele Patienten gewonnen. „Immer nach dem Motto Bewegung tut gut“, sagt Ziersch. Und tatsächlich seien dieses Jahr vor allem die Patienten ganz bewusst aufs Fahrrad umgestiegen und hätten erstaunt festgestellt, wie oft man sich doch selbst für Kleinigkeiten sonst lieber schnell bequem ins Auto setzt. Ein Patient, so Ziersch, sei am Ende sogar lieber drei Mal mit dem Rad zum Einkauf gefahren als einmal mit dem Auto. „Dazu kommt, dass man in Ludwigslust mit dem Fahrrad fast genauso lange zum Ziel braucht, wie mit dem Auto“, sagt der Physiotherapeut.

280 Radfahrer hatten sich dieses Jahr für die bundesweite Aktion „Stadtradeln“ in Ludwigslust angemeldet. Das sind 94 mehr als im Vorjahr. Erstmals mit dabei waren auch die Schulen. Aus der Lenné-Schule haben 39 Radler 4729 Kilometer geschafft, allein die Schüler aus der 8b brachten es auf 1369 Kilometer. „Das ist schon mal eine gute Marke“, sagte Bürgermeister Reinhard Mach, der den Schülern dafür gestern symbolisch eine goldene Urkunde überbrachte. „Nächstes Jahr hoffe ich auf hundert Teilnehmer aus eurer Schule. Wenn ihr das schafft, dann komme ich mit einer Überraschung.“

Dass Dieter Brandes nach Ablauf der drei Wochen die Einzelstarter-Liste anführt, hat im Team „Ziersch“ niemanden überrascht. Am wenigsten seine Frau. „Mein Mann sucht sich oft weite Ziele und macht gern Tempo. Er will ja zum Mittagessen wieder zuhause sein.“


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erstellt am 07.Jul.2016 | 21:00 Uhr

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