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Ludwigslust : Ludwigslust erhöht Gebühren für Dorffriedhöfe

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

In Ortsteilen Niendorf/Weselsdorf, Kummer und Glaisin muss für Grabstellen künftig mehr bezahlt werden

von
erstellt am 31.Dez.2014 | 07:00 Uhr

Auf höhere Friedhofsgebühren müssen sich die Einwohner der Ludwigsluster Ortsteile Niendorf/Weselsdorf, Glaisin und Kummer einstellen. Einen entsprechenden Beschluss hat die Stadtvertretung Ludwigslust auf ihrer Sitzung im Dezember gefasst.

Nicht ohne Widerspruch, und der kommt vor allem aus Glaisin. Stadtvertreter Holger Friel (Alternative für Ludwigslust) aus dem Ortsteil fasste den Unmut der Mehrheit der Mitglieder der Ortsteilvertretung zusammen. Der Kalkulationsansatz sei falsch, sagte er auf der Sitzung der Stadtvertretung. Die Friedhofsgebühren seien zum Teil erheblich höher als in den Umlandgemeinden, was letztlich zur Verödung der Friedhöfe in den Ortsteilen führen werde.

Für ein Einzelgrab (Nutzungsrecht 25 Jahre) sind künftig in Glaisin 193 Euro (bisher 140) zu entrichten.

Ob die Friedhofsgebühren in den umliegenden Gemeinden höher sind – zumindest auf die zwei Kilometer von Glaisin entfernt liegende Gemeinde Göhlen trifft das nicht zu. Dort hat es 2013 die letzte Änderung der Friedhofsgebührensatzung gegeben. Die Grabstättengebühr für den „Erwerb eines Nutzungsrechtes an einer Wahlgrabstelle oder einem Rasenfeld“ beträgt dort 210 Euro – 17 Euro mehr als in Glaisin. Ein Vergleich mit dem drei Kilometer entfernten Bresegard bei Eldena in der anderen Richtung gibt allerdings der Auffassung Friels Recht. Laut Friedhofsgebührensatzung von 2012 beträgt die Grabstättengebühr für den Erwerb eines Nutzungsrechtes je Einzel- bzw. Wahlgrabstätte 120 Euro – ganze 73 Euro weniger als in Glaisin.


Teurer als in der Gemeinde Warlow


In Kummer steigen die Gebühren für ein Einzelgrab von 185 auf 192 Euro. Und auch in Niendorf/Weselsdorf istmehr zu bezahlen – statt 168 nun 191 Euro. Hier lohnt der Vergleich mit der zwischen beiden Ludwigsluster Ortsteilen liegenden Gemeinde Warlow. Hier erwirbt man das Nutzungsrecht für ein Einzelgrab für 129,35 Euro, also ebenfalls erheblich günstiger als in den Ludwigsluster Ortsteilen. Noch ein Blick auf den Ludwigsluster Friedhof, den die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde betreibt. Ein Erdwahlgrab je Grabbreite für 25 Jahre kostet dort 600 Euro, ein Urnenwahlgrab je Grabbreite für 20 Jahre 330 Euro, also wesentlich mehr als auf den Dörfern. Die Friedhofsbenutzungssatzungen lassen übrigens sämtlich die Bestattung auf einem wohnsitzfremden Friedhof zu – sofern man das Nutzungsrecht erworben hat und in Ausnahmefällen, wie es unisono in den Satzungen heißt.

Die Ludwigsluster Stadtverwaltung begründet den Gebührenanstieg mit den Erfordernissen des Kommunalabgabengesetzes. Dort sei geregelt, dass die Benutzung der Friedhöfe die Kosten decken soll. Die allgemeinen Kostensteigerungen, insbesondere für Personal, Energie und Unterhaltung sowie die Einrichtung der Friedhöfe speziell betreffende Umstände führten zu diesem Gebührenanstieg, so die Begründung, der die Mehrheit der Stadtvertretung folgte.


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