dömitz : Löcknitz-Deich bei Dömitz ist in die Höhe gewachsen

Die Bauleute der Firma Eggers Umwelttechnik decken auf dem erhöhten Löcknitz-Deich bei Dömitz den Mutterboden an.  Fotos: Kathrin Neumann
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Die Bauleute der Firma Eggers Umwelttechnik decken auf dem erhöhten Löcknitz-Deich bei Dömitz den Mutterboden an. Fotos: Kathrin Neumann

Durchschnittlich 90 Zentimeter mehr verbessern den Hochwasserschutz in der Region

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07. Dezember 2013, 07:00 Uhr

Der Bagger macht seinen Arm ganz lang. Dann zieht er die Schaufel vom Fuße des Erdwalls vorsichtig nach oben. Dort angekommen lässt sie den dunklen Mutterboden auf die Deichkrone rieseln. Von hinten schiebt eine Raupe weitere Erde heran. Bei der Sanierung des rechten Löcknitz-Deiches nahe Dömitz sind die Bauarbeiter auf der Zielgeraden angekommen. „Zurzeit decken wir den Mutterboden an“, erklärt Erik Schellenberg, Vorarbeiter der beauftragten Firma Eggers Umwelttechnik aus Wittenberge. Spätestens am Montag wollten sie damit fertig werden. Ob das angesichts der Witterung in den vergangenen beiden Tagen klappt, ist fraglich.

Im August hatten die Arbeiten an dem rund 1,5 Kilometer langen Deichabschnitt bis zum Düker an der Müritz-Elde-Wasserstraße begonnen. „Der Deich wird um durchschnittlich 90 Zentimeter auf einheitlich 18,10 Meter Normalhöhennull erhöht“, teilte Walter Klamann, Leiter der Dömitzer Außenstelle des Staatlichen Amts für Landwirtschaft und Umwelt (StaLU) mit. Das Investitionsvolumen beträgt nach seinen Angaben rund 411 000 Euro.

Um den Deich zu erhöhen, hat Erik Schellenberg mit seinen Leuten zunächst den Mutterboden auf der Krone und auf der Landseite abgetragen und leichte Absätze in den ursprünglichen Deich geschoben. Dann wurden seitlich und oben rund 22 000 Kubikmeter eines Kies-Sand-Gemisches aufgeschüttet. „Die Stufen sorgen dafür, dass das Stützkörpermaterial nicht abrutscht“, erklärt der Vorarbeiter. Über dem Sandgemisch wurde eine Schottertragschicht eingebaut. Auf der Deichkrone haben die Bauleute die bei Baubeginn herausgenommenen Fahrbahnplatten wieder an ihren Platz gebracht. Den Deich mit Mutterboden anzudecken, ist schließlich die vorletzte Aufgabe. „Ganz zum Schluss muss noch Rasen angesät werden“, erklärt Erik Schellenberg. „Aber das ist erst im kommenden Frühjahr geplant.“

Während auf der Deichkrone und der landseitigen Böschung noch der Mutterboden aufgebracht wird, ist die Deichzufahrt in rund 100 Metern Entfernung fast fertig. Sie müsse nur noch abgerüttelt und abgesandet werden, so Schellenberg. Der gepflasterte Weg hatte erneuert werden müssen, weil die alte Zufahrt dem breiter gewordenen Deich weichen musste.

Auch wenn die Deichbauer der Firma Eggers in den nächsten Tagen ihre Arbeiten am Löcknitz-Deich beenden – in der Region werden sie auch weiterhin tätig sein. Der Auftrag für die Verstärkung des Kalisser Deiches war ebenfalls an die Wittenberger Niederlassung des Unternehmens gegangen. Dort hatten die Bauarbeiten Anfang dieser Woche begonnen.


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