Ludwigslust : Lockruf für künftige Investoren

Ludwigslust erschließt mit Fördermitteln vom Land die „Stüdekoppel“ / Wirtschaftsminister Glawe schüttet das Füllhorn aus

23-11367840_23-66107804_1416392140.JPG von
07. August 2015, 07:00 Uhr

In Ludwigslust soll das Industriegebiet nahe der Müllverbrennungsanlage weiter erschlossen werden. Am Donnerstag war Harry Glawe vor Ort und hatte einen Zuwendungsbescheid für Fördermittel mitgebracht. Er übergab ihn Bürgermeister Reinhard Mach. „Unternehmen brauchen für Ansiedlungsvorhaben hervorragende Grundlagen. Mit der Erschließung des Gewerbegebietes werden die Voraussetzungen dafür geschaffen. Jede Ansiedlung schafft und sichert neue Arbeitsplätze in unserer Heimat Mecklenburg-Vorpommern“, so der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus vor Ort. 2,6 Millionen Euro kostet die weitere Erschließung des Gewerbegebietes. 2,3 Millionen davon steuert das Schweriner Wirtschaftsministerium bei.

Die Erschließungsarbeiten haben bereits im Juli begonnen und sollen im Juni kommenden Jahres beendet sein. Dann stehen 13,5 Hektar Fläche für Industrieansiedlungen zur Verfügung. Dazu baut die Ludwigsluster Firma MUT Kommunalbau fast eineinhalb Kilometer Asphaltstraße und über einen Kilometer Schmutzwasserkanal.

Die Übergabe des Bescheides zieht einen Schlussstrich unter eine Geschichte, die schon länger dauert. „Bereits 2007 hatte die Stadt beim Wirtschaftsministerium einen Antrag auf Investitionszuschuss gestellt, der leider 2010 abschlägig beantwortet wurde“, erinnert Bürgermeister Reinhard Mach. Im Juli 2013 dann ein erneuter Anlauf. „Es hat sich gezeigt“, so der Bürgermeister, „dass Investoren nur an erschlossenen Gewerbeflächen interessiert sind.“ Zwei Monate später kam die Zustimmung zum Baubeginn aus dem Wirtschaftsministerium.

Amtlich heißt das Areal „Industriegebiet TE 7 ,Stüdekoppel‘“. Es liegt direkt an den Bundesstraßen B 5 und B 191, dort, wo sich bereits die Müllverbrennungsanlage befindet. Voraussichtlich noch in diesem Jahr befindet sich die A 14-Anschlussstelle „Ludwigslust-Süd/Grabow“ nur ca. 200 Meter von diesem Industriestandort entfernt. Die A 24 liegt nur zwölf Kilometer weit weg. Dies alles seien ideale Standortbedingungen, hebt der Wirtschaftsminister hervor. Für das Industriegebiet wurden ehemals militärisch genutzte Flächen überplant. „Wir unterstützen den Konversionsprozess in unserem Land. Ein Schwerpunkt ist, die mögliche gewerbliche Nachnutzung zu prüfen und zu begleiten. Am Standort Ludwigslust sind wir mit der Erschließung ein gutes Stück vorangekommen“, betont Harry Glawe. Das Wirtschaftsministerium biete beispielsweise die Förderung eines begleitenden Konversionsmanagements an.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen