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Landrat: Keine Notwendigkeit für schnelle Entscheidung : LLP bis LPH - Kennzeichenroulette

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In der Frage der künftigen Autokennzeichen für den Großkreis Ludwigslust-Parchim wird es keine schnelle Entscheidung geben. Das hat Landrat Rolf Christiansen in der letzten Sitzung des Kreistages klar gemacht.

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erstellt am 19.Dez.2011 | 10:01 Uhr

ludwigslust | In der Frage der künftigen Autokennzeichen für den Großkreis Ludwigslust-Parchim wird es keine schnelle Entscheidung geben. Das hat Landrat Rolf Christiansen in der letzten Sitzung des Kreistages klar gemacht. Er nannte aber bereits die Varianten, die zur Verfügung stehen: LLP, LWP, LUP, LPC oder LPH. Dagegen kommt LP nicht in Betracht. Dieses Kennzeichen ist an das nordrhein-westfälische Lippstadt vergeben, sollte eigentlich auslaufen. Aber die Westdeutschen haben laut Aussage des Verwaltungschefs Interesse bekundet, es weiter zu nutzen. Nach Aussagen des Landrates schließt er nicht aus, vor seiner Entscheidung bei den Fraktionen des Kreistages das Meinungsbild in dieser Frage zu erkunden.

Unterdessen gibt es großes Interesse bei Kommunalpolitikern, die bisherigen Kennzeichen LWL und PCH weiter zu behalten. Die Stadtvertretung Ludwigslust hat einen Beschluss gefasst, den Kreistag und den Landrat zu bitten, sich dafür einzusetzen, dass die regionalen Kennzeichen der ehemaligen Landkreise Ludwigslust und Parchim auch künftig beibehalten werden können. Die Parchimer Stadtvertretung hat sich bisher nicht damit befasst.

Wohl aber die Stadtvertretung von Sternberg gerade in der vergangenen Woche. Mit der Kreis gebietsreform vor 17 Jahren war das STB, das für Kreis Sternberg stand, abgeschafft worden. Im Zuge der jüngsten Kreisreform sind in MV schon Entscheidungen gefallen. Die zuvor kreisfreien Städte Wismar (HWI), Greifswald (HGW), Stralsund (HST) und Neubrandenburg (NB) sowie die Insel Rügen (RÜG) behalten ihre Kennzeichen, so dass es auf jeden Fall mehrere in einem Landkreis geben wird. Für die Menschen sei das eine "emotionale Bindung an den Ort und an die Teil region" heißt es im Beschluss der Sternberger Stadtvertreter.

Im April und Oktober dieses Jahres befürworteten die Verkehrsminister ebenso wie der zuständige Bundesminister die Wieder einführung von "Altkennzeichen". Es wird jetzt eine Bundesratsinitiative vorbereitet, um die Fahrzeug zulassungsverordnung entsprechend zu ändern. Laut einer Untersuchung der Hochschule Heilbronn in 111 Städten hätten sich 73 Prozent der Befragten für die alten Kürzel ausgesprochen.

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