zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

18. Dezember 2017 | 17:32 Uhr

Mausoleum Gadow : Lifting am Grabbau startet

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Finanzierung gesichert: Innensanierung des Gadower Mausoleums kann beginnen

svz.de von
erstellt am 09.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Die Innensanierung des Mausoleums am westlichen Ende des Schlosspark von Gadow (Amt Lenzen-Elbtalaue) kann nach dem Zuwendungsbescheid der Jugend- und Kulturstiftung der Sparkasse Prignitz in Höhe von 5000 Euro in Angriff genommen werden.

Das im Bestand zu sichernde und restaurierende Gebäude wurde 1992 in die Denkmalliste des Landes Brandenburg als Bestandteil der Gesamtanlage mit Herrenhaus (Schloss), Eiskeller, Forsthaus und Park in Gadow eingetragen.

„Das Mausoleum ist einmalig in Norddeutschland. Die Planungen sind durch und ich bin froh, dass es bald losgehen kann“, hatte Hans Borchert, Bürgermeister der Gemeinde Lanz, unlängst erklärt. Und auch Sieglinde Seidel, Leiterin des Bau- und Ordnungsamtes, sieht gute Chancen für einen zügigen Baustart. „Ich gehe davon aus, dass wir im Frühjahr mit der Durchführung der geplanten Baumaßnahmen beginnen können.“ Vorher wolle man sich noch einmal mit der Architektin Annette Schulze aus Bad Wilsnack beraten.

Das Gadower Mausoleum gehört zu den herausragenden klassizistischen Denkmalen des Landkreises Prignitz und der Region Nordwestbrandenburg und wurde 1816 für den verstorbenen königlich-preußischen Generalfeldmarschall Wichard Joachim Heinrich von Moellendorff (1724-1816) nach Plänen des Berliner Baumeisters Samuel Sachs erbaut. Moellendorf, eine der schillernsten Persönlichkeiten seiner Zeit am preußischen Hof und lange Zeit enger Freund und Vertrauter Friedrichs des Großen, hatte den Bau des Erbbegräbnisses an seinem heutigen Standort testamentarisch verfügt.

1996 Fassade und Dach instandgesetzt

Bereits 1996 nahmen die Lanzer viel Geld in die Hand und setzten die Fassade und das Dach des in Form eines griechischen Tempels erbauten Grabmals wieder in Stand. Rund 104 000 Euro sind laut Amtsverwaltung nun noch einmal für die Restauration des Wand- und Deckenputzes sowie für die Wiederherstellung des aus Sandsteinplatten bestehenden Fußbodens veranschlagt.

Neben der finanziellen Zuwendungen der Sparkasse, einer Privatspende von 5000 Euro, 51 000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes und einer genehmigten Förderung aus dem Kreisausgleichsbudget (1400 Euro) stellte auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) der Gemeinde Ende des vergangenen Jahres 14 000 Euro für die Innenraumsanierung zur Verfügung. Derzeit beträgt der Eigenanteil der Kommune noch 27 100 Euro. „Wir hoffen aber, dass weitere Mittel eingeworben werden können“, so Sieglinde Seidel.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen