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Amt Neustadt-Glewe : Liegen Abwasserleitungen zu flach?

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Streit um fachgerechtes Schmutzwassernetz in Neustädter Ortsteilen / Bürgermeister Kröger fordert schnelle Lösung im Sinne der Bürger

svz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 07:00 Uhr

Bereits auf der letzten Verbandsversammlung des Zweckverbandes kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Ludwigslust (ZkWAL) ließ eine Aussage im Routinebericht des Verbandsvorstehers aufhorchen. „Probleme haben wir bei Bauvorhaben im Bereich des Amtes Neustadt-Glewe, in Hohewisch und Neuhof, zu verzeichnen. So sind eine Reihe von Hausanschlüssen mit einer zu niedrigen, nicht frostfreien Überdeckung versehen worden“, sagte Gerhard Baetcke aus Neu Kaliß.

Er sprach von einem bereits regen Schriftverkehr und Gesprächen zwischen der Stadt Neustadt-Glewe und dem Verband, dem Planungsbüro und der bauausführenden Firma.

Was zunächst Fragezeichen bei den unbeteiligten Zuhörern hinterließ, erhellten Nachfragen des Ludwigsluster Tageblattes. „Leider ist bei einer Kontrolle der Baumaßnahme durch den Zweckverband aufgefallen, dass einige Hausanschlüsse und Leitungsabschnitte nicht die notwendige Mindestüberdeckung von 1,20 Metern im öffentlichen Bauraum aufweisen“, erklärt Verbandsgeschäftsführer Stefan Lange dazu. Diese Mängel müssten zunächst behoben werden, bevor der ZkWAL die Maßnahme bautechnisch abnehme und Anschlussbescheide versenden könne. „Das bedaure ich außerordentlich, vor allem vor dem Hintergrund, dass einige Neuhöfer Grundstückseigentümer bereits alles auf den eigenen Grundstücken vorbereitet haben, um den Anschluss an das öffentliche Abwassernetz schnell herzustellen“, bittet Lange um Verständnis, verweist aber gleichzeitig auf notwendige Frostsicherheit und einwandfreie Statik.

Unterdessen scheint nach einem Gespräch aller Beteiligten, das bereits am 17. Dezember stattfand, klar, dass es eine schnelle Lösung nicht geben wird. Erst im Frühjahr soll ein neues Projekt vom Ingenieurbüro vorliegen.

Und wenn es doch noch einen strengen Wintereinbruch geben sollte? Einfrieren würden die Leitungen nicht, so eine Mitarbeiterin der Baufirma. Sie sei seit den siebziger Jahren im Geschäft und habe es noch nie erlebt. Im Übrigen weist die Firma wie das Planungsbüro jegliche Verantwortung von sich.

Wer den Mehraufwand bezahlt, ist jedenfalls noch völlig offen. Ein Teil werde sicherlich die Versicherung übernehmen, hofft man beim Zweckverband. Bar jeder Schuldzuweisung mahnt der Neustädter Bürgermeister Arne Kröger eine schnelle Lösung im Interesse der Bürger an. Und auch Verbandsvorsteher Baetcke resümierte vor den Mitgliedern der Verbandsversammlung: „Ziel aller Bemühungen muss es sein, dass die betroffenen Bürger am Ende einen fachgerechten, nach den anerkannten Regeln der Technik hergestellten und damit frostfreien Anschluss bekommen.“


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