Dömitz/Grabow : Lieder für den Energieminister

Der Chor des Dömitzer Gymnasiums gestern bei seinem Auftritt in der Aula.  Fotos: Mick
Der Chor des Dömitzer Gymnasiums gestern bei seinem Auftritt in der Aula. Fotos: Mick

Christian Pegel überreichte gestern Mittag im Schulzentrum Dömitz zwei Förderbescheide für Klimaschutzprojekte im Landkreis

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27. März 2014, 07:00 Uhr

Ein Kulturprogramm für den Minister: Mit einem kleinen, aber feinen Auftritt wurde gestern Christian Pegel in der voll besetzten Aula des Gymnasialen Schulzentrums in Dömitz begrüßt. „Bislang bin ich noch nicht so kulturell empfangen worden, wenn ich einen Fördermittelbescheid überbracht habe“, freute sich Christian Pegel. Mit einem Vortrag auf Platt von Grundschülern, einem Gedicht, vorgetragen von Förderschülern, zwei Musikstücken, die Schüler der Regionalen Schule darboten, und Liedern des Chores des Gymnasiums Dömitz lernte er gleich mehrere Talente der verschiedenen Schulen kennen.

Der Energieminister Mecklenburg-Vorpommerns überreichte dann zwei Bescheide zur Förderung von Klimaschutzprojekten im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Der Landkreis erhält mit diesen Zuwendungsbescheiden zum einen eine Förderung in Höhe von 94 261 Euro für Aufbau und Erweiterung des Energiemonitorings an seinen Verwaltungs- und Schulgebäuden.

Zum anderen wird die Erstellung einer Vorplanungsstudie für ein integriertes Gebäudekonzept des Gymnasialen Schulzentrums in Dömitz mit 20 000 Euro gefördert.

Für den Landkreis nahm der Beigeordnete Andreas Neumann die Förderbescheide bei einem Besuch des Ministers im Gymnasialen Schulzentrum entgegen. Gefördert werden beide Maßnahmen nach der Klimaschutzrichtlinie mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

„Unser Schulkomplex muss dringend saniert werden. Die Energieverbräuche sind zu hoch, auch ist unsere Heizungsanlage zu alt. Der Gebäudekomplex des Schulzentrums soll energetisch saniert werden unter Berücksichtigung des integrativen Unterrichts, bauliche Veränderungen erfolgen unter dem Aspekt der Inklusion“, sagte Schulleiterin Evelyn Timmermann. „Bei diesem Projekt übernehmen wir die pädagogische Seite, der Landkreis trägt den energetischen Part bei der Sanierung“, ergänzt Evelyn Timmermann.

Geplant ist ganz konkret eine Untersuchung der vorhandenen Raum- und Funktionsbereiche der insgesamt 20 Gebäude auf dem Dömitzer Campus, um eine bautechnische und nutzungsspezifische Optimierung zu erlangen. Auf dieser Grundlage wird dann das Energieeinsparpotential errechnet. Weitere Bestandteile der Studie, die von einem Schweriner Planungsbüro erstellt wird, sind pädagogische Konzepte und Organisationsmodelle, die auch Optimierungen im Nutzerverhalten nach sich ziehen können.

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim unterhält einen vergleichsweise großen Gebäudebestand. Dazu zählen insbesondere die Verwaltungsgebäude an den Standorten Ludwigslust und Parchim. Hinzu kommt, dass der Landkreis Träger von 20 Schulen ist und einen entsprechenden Gebäudebestand bewirtschaftet. Der jährliche Verbrauch an Fernwärme, Gas und Strom für diese Einrichtungen des Landkreises liegt bei etwa 12,7 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht Gesamtkosten von rund 1,3 Millionen Euro und einem CO2-Ausstoß von 3114 Tonnen. Ziel ist, die Energieeffizienz der kreislichen Verwaltungs- und Schulgebäude zu verbessern und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und zugleich durch gesenkte Energiekosten den Haushalt zu entlasten.

In Sachen Energiekosteneinsparung und Entlastung des Haushalts geht auch die Stadt Grabow neue Wege. Insgesamt sollen bis 2015 im Stadtgebiet 921 Lichtpunkte auf LED umgerüstet werden - für dieses über zwei Haushaltsjahre laufende Projekt, das 447 000 Euro kostet, steuert das Energieministerium 50 Prozent als Fördermittel bei. Den entsprechenden Bescheid übergab gestern Nachmittag im Rathaus der Stadt Minister Christian Pegel an Bürgermeister Stefan Sternberg.


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