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Neustadt-Glewe : „Liebend duz ich alle Dinge“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Keramik-Exposition von Hella Illig ab Sonnabend auf der Burg

von
erstellt am 19.Feb.2015 | 07:00 Uhr

Vasen, Figuren, eine Lampe und viele fiktive Objekte verschiedener Größen – Keramik kann äußerst vielfältig sein. Das zeigt Hella Illig ab kommendem Wochenende in einer Ausstellung auf der Burg in Neustadt-Glewe. Die Neustädterin beschäftigt sich seit fast 30 Jahren mit Keramik, leitet seit zehn Jahren auch einen entsprechenden Kurs. „Es ist mein Hobby“, sagt die frühere Bibliothekarin.

In der Exposition unter dem Titel „Liebend duz ich alle Dinge“ (aus einem Gedicht der Lyrikerin Rose Ausländer) präsentiert Hella Illig eine kleine Auswahl ihres Wirkens in den vergangenen 20 Jahren. Rund 70 Arbeiten werden zu sehen sein. Darunter sind nicht nur typische Keramikerzeugnisse, wie Vasen oder Töpfe. So zeigt sie eine Lampe, deren Keramikständer sie mit Märchenfiguren bemalt hat. Aufgesetzte Keramikfiguren aus bekannten Märchen verzieren den Lampenständer ebenfalls. Ideen für ihre Objekte findet Hella Illig im täglichen Leben. So zum Beispiel für ihre ebenfalls auf der Ausstellung zu bewundernde Arbeit „Die Aufgeblasenen“. Illig: „Ich war im Oktober in Barcelona. Dort habe ich einem jungen Mann zugeschaut, der mit Hilfe von Wasser und einem Strick riesige Seifenblasen produziert hat, die durch die Luft flogen.“ Daraus entstand die Idee einer Skulptur mit menschlichen Gesichtszügen, die den Eindruck vermitteln, bald zu platzen. „Man kann das verschieden interpretieren“, schmunzelt Hella Illig. Britta Kley, in Neustadt-Glewe verantwortlich für Burg, Museum und Stadtinformation, sagt: „Wir freuen uns, dass wir die diesjährige Ausstellungssaison auf der Burg mit Arbeiten von Hella Illig starten können.“ Es ist übrigens Illigs erste Ausstellung in Neustadt-Glewe. Eine Auswahl ihrer Arbeiten war zuvor bereits zweimal in Ludwigslust zu sehen.

Gestern wurden die Ausstellungsstücke im Alten Haus der Burg aufgestellt. Einer der Helfer war Wolfgang Illig. „Ohne meinen Mann könnte ich das kaum schaffen“, sagt Hella Illig. „Er hat zum Beispiel die Stelen gebaut, auf denen viele Exponate hier ihren Platz finden werden.“

Bürgermeister Arne Kröger wird die Ausstellung am 21. Februar (15 Uhr) eröffnen. Hellmut Martensen spricht zur Präsentation. Für die musikalische Umrahmung sorgt Stefanie Martensen. Die Ausstellung ist freitags bis sonntags jeweils von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

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