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Ludwigslust : Lichtscheue bevorzugen die dunkle Jahreszeit

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Polizei musste 2015 im Landkreis 226 Einbrüche in Einfamilienhäuser bzw. Wohnungen bearbeiten

Die kalte Jahreszeit spielt dem lichtscheuen Gesindel besonders in die Hände. Zum einen können sie schneller feststellen, ob jemand zu Hause ist, zum anderen bietet die Dunkelheit mehr Schutz vor Entdeckung. Zudem ist solch ein Einbruch in der Regel schnell vorbei. Bevorzugt wird vor allem leicht Tragbares wie Bargeld, Schmuck, Laptops und hochwertige Kameras.

Aus der polizeilichen Kriminalstatistik geht hervor, dass die Polizei im vergangenen Jahr im gesamten Landkreis 226 Einbrüche in Einfamilienhäuser bzw. Wohnungen registrieren und bearbeiten musste.


Kripo konnte Teil der Einbrüche aufklären


„Die Kriminalpolizei konnte einen Teil dieser Einbrüche zwar aufklären und die ermittelten Tatverdächtigen der Justiz zuführen, dennoch sitzt der Schock auch lange nach solch einem Ereignis bei den betroffenen Opfern tief. Zumal jeder Einbruch ein direktes Eindringen in die unmittelbare Privatsphäre bedeutet“, so Polizeisprecher Klaus Wiechmann. Die Langfinger seien immer darauf bedacht, unbeobachtet und schnell an das Eigentum anderer zu gelangen. Dabei nehmen sie auch große Sachschäden, die sie häufig hinterlassen, billigend in Kauf. „Ihnen ist es nicht wichtig, ob und wie Opfer solch ein Ereignis erleben bzw. verarbeiten. Sie nutzen jede sich bietende Gelegenheit, Sommer wie Winter.“


Winterfestmachung steht wieder an


In den Kleingarten- und Bootsschuppenanlagen beginne nun wieder die Winterfestmachung, führt Wiechmann weiter aus. „Ein Hauptaugenmerk sollte dabei unbedingt auf die Sicherung der Gebäude bzw. der Werkzeug- und Geräteschuppen gelegt werden. Denn leider muss die Polizei, insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten, immer wieder Einbrüche in Garten- und Bootshäuser registrieren.“

Meist seien die Täter auf der Suche nach Wertgegenständen, teuren Werkzeugen bzw. Gartengeräten und hinterließen bei ihren Diebestouren in aller Regel auch Sachschäden, die nicht selten den Wert des Diebesgutes weit überstiegen. „Also Grund genug, spätestens jetzt entsprechende Vorsorge zum Schutz vor Einbrechern zu treffen. Dabei sollte man seinen Garten bzw. seine Bootshausanlage ruhig einmal mit den Augen eines Einbrechers betrachten, um so Schwachpunkte analysieren zu können.“ Beliebte Einstiegspunkte seien nach wie vor Fenster, Türen und Dachluken. Wiechmann stellt aber auch klar: „Trotz aller Vorsorge gibt es leider keinen hundertprozentigen Schutz vor Einbrechern.“ Er rät, im Schadensfall sofort die Polizei zu benachrichtigen und nichts am Tatort zu verändern. „ Begeben Sie sich nicht in Gefahr, versuchen Sie niemals einen mutmaßlichen Einbrecher auf frischer Tat zu stellen. Rufen sie über den Notruf 110 immer die Polizei.“

Für Ingeborg Schönhoff, Geschäftsführerin des Regionalverbandes der Gartenfreunde Südwest-Mecklenburg e.V., gehört zur alljährlichen Winterfestmachung auch die Sicherheit der Lauben. „Jeder Kleingärtner weiß um diese Problematik. Neu-Gärtner informieren sich meist bei ihren Nachbarn, die sie beraten. Da herrscht Kameradschaft. Die Schadensmeldungen unserer 49 Vereine lassen jedoch den Schluss zu, dass Laubeneinbrüche wohl etwas in den Hintergrund geraten sind.“

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erstellt am 27.Okt.2016 | 19:00 Uhr

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