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Ludwigsluster Tageblatt

17. Oktober 2017 | 09:58 Uhr

Grabow : Lichterfest voller Romantik

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Christopher Schacht machte Freundin Vivien auf Grabower Laufsteg Heiratsantrag / Fachwerkstadt im Schein Hunderter Leuchten

svz.de von
erstellt am 06.Apr.2014 | 18:44 Uhr

Als Vivien Guzdziol am Freitagabend den Laufsteg vor dem Grabower Rathaus betrat, lief noch alles wie erwartet. Gemeinsam mit ihrem Freund Christopher Schacht wollte sie zum Abschluss der Modenschau Hochzeitsmode präsentieren. Der Titel „Adiemus“ von Enya lief, die beiden Hobbymodels schafften die Treppe ohne (größere) Probleme und schritten Hand in Hand durch die Reihen der Zuschauer. Doch wenige Augenblicke später standen der 23-Jährigen Tränen in den Augen. Und vielen (vor allem weiblichen) Besuchern des achten Grabower Lichterfestes auch.

Nach einer ersten Runde auf dem Laufsteg hatte Christopher plötzlich gestoppt. Der 25-Jährige kniete vor seiner Vivien nieder und stellte die Frage, auf die sie schon so lange gewartet hatte. „Willst du mich heiraten.“ Ihr „Ja“ wurde vom Jubel des Publikums fast verschluckt. Aber Christopher hatte es gehört. „Das ist das Wichtigste für mich“, sagte er auch mit Blick auf den seit Stunden anhaltenden Regen.

Seit zweieinhalb Jahren sind die Ludwigslusterin und der Grabower ein Paar. In Techentin leben sie inzwischen zusammen. Dass sich Christopher für den Heiratsantrag etwas Besonderes ausdenken muss, hatte Vivien ihm schon vor einiger Zeit klargemacht. Da kam die Modenschau beim Lichterfest, die Christophers Mutter Annette Schacht mit ihrem Geschäft „Charlott – Mode & Wohnen“ mitorganisierte, gerade recht. Auch als sie den Laufsteg schon verlassen hatte, war Vivien noch überwältigt. „Ich hatte keine Ahnung vorher. Der Augenblick dort oben war einfach unbeschreiblich.“ Die Hochzeit soll im Sommer kommenden Jahres gefeiert werden. Auch sie soll etwas ganz Besonderes werden – und das bedarf nun einmal längerer Vorbereitungszeit.

Der Heiratsantrag war mit Sicherheit der romantische Höhepunkt des achten Lichterfestes, das aber auch darüber hinaus einiges zu bieten hatte – für Augen, Ohren und Gaumen. Überall tauchten LED und andere Leuchten das Fachwerk in anheimelndes Licht. Das Rathaus in Rot, die Wildpflaume daneben in Gelb, Fachwerkhäuser in Grün oder Blau. Dazu gab es Angebote von vielen Einrichtungen sowie Musik und Tanz auf vier Bühnen. Hinter jeder Straßenecke erwartete die Besucher eine andere Musikrichtung – von Blasmusik, über Rock bis hin zu Trommelwirbel. Für jeden etwas.

Umringt waren die „Flighty Skirts“ bei ihrem Auftritt in der Marktstraße. Die jüngsten Tänzerinnen sechs Jahre jung, die älteren 16. „Die Kleinen sind schon sehr aufgeregt vor so einem Auftritt“, sagte Isabel Schulz, die gemeinsam mit Liane Krämer die beiden Gruppen trainiert. „Aber es hat gut geklappt.“

Das Lichterfest, einst vom Festkomitee um den damaligen Stadtvertreter und heutigen Bürgermeister Stefan Sternberg aus der Taufe gehoben, war wieder ein gelungenes Gemeinschaftswerk von Festkomitee und Gewerbetreibenden. Viele Unternehmer hatten vor ihren Geschäften Stände aufgebaut, einige waren nur für das Fest in die Innenstadt gezogen. Bestes Beispiel für die Gemeinsamkeit waren die Modenschauen. Elf Geschäftsleute – Spezialisten für Mode und schönes Aussehen, Schuhe, Brillen und Frisuren – hatten sie auf die Beine gestellt. „Die rund 25 Models sind Bekannte, Freunde und andere Grabower“, erklärte Angelika Alwardt vom Herrenausstatter, die einen Teil der Modenschau moderierte.

Wer wollte, konnte sich noch am selben Abend wie die Models einkleiden. Die Geschäfte in der Innenstadt hatten für die kulturelle Shoppingnacht bis gegen Mitternacht geöffnet.



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