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Ludwigsluster Tageblatt

23. November 2017 | 14:27 Uhr

Ludwigslust : Lichtblick für die Schweriner

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Sanierungsbeginn für zwei prägnante Häuser wohl noch 2015 / Im Maßnahmenprogramm für die Städtebauförderung enthalten

von
erstellt am 06.Jan.2015 | 09:49 Uhr

Eine Kreuzung und drei leer stehende, unansehnliche Häuser. Dass sich an diesem traurigen Bild – vorzufinden an der Ecke Schweriner Straße/Seminarstraße – noch einmal etwas ändern würde, hatten viele Ludwigsluster schon nicht mehr geglaubt. Doch es könnte tatsächlich passieren – beginnend noch in diesem Jahr. Das kündigte Norbert Thiele, Projektleiter bei der GOS GmbH, dem treuhändischen Sanierungsträger der Stadt, im Gespräch mit SVZ an. „Es sieht auf jeden Fall deutlich besser aus als noch vor fünf Jahren.“

Die Vorbereitungen für die geplanten Sanierungsarbeiten sind zumindest bei zwei Objekten – unter anderem bei der einstigen Volkshochschule, in der kurz nach der Wende noch ein Modehaus seine Verkaufsräume hatte – offenbar schon relativ weit fortgeschritten. Es seien bereits die Bauanträge in Arbeit – für Thiele ein gutes Zeichen. „Man gibt ja kein Geld aus, wenn man das Projekt nicht wirklich vorantreiben will.“ Außerdem liefen bereits die Verhandlungen zwischen den Investoren und der GOS über die Gewährung von Mitteln aus der Städtebauförderung. „Ich bin zuversichtlich, dass bei diesen zwei Häusern noch in diesem Jahr etwas passieren wird“, so Thiele. Nach Abschluss der Arbeiten sollen sie für Büros und Wohnungen genutzt werden.

Für die Schweriner Straße, die in den vergangenen Jahr durch die vielen Leerstände zum Problemkind geworden war, sind die aktuellen Entwicklungen ein Glücksfall. „Es ist ein Erfolg, dass es der Stadt gelungen ist, dass Gebäude zu verkaufen und dass der Käufer es auch anfasst“, sagte Norbert Thiele mit Blick auf die einstige Volkshochschule. An fünf weiteren Gebäuden seien in jüngerer Vergangenheit mit Hilfe von Städtebaufördermitteln kleinere Sanierungsmaßnahmen realisiert worden. Wegen des Verbots von Doppelförderung sei es in der Schweriner Straße nicht ganz einfach, etwas zu bewegen. Wer in den 1990er-Jahren ein Gebäude über die Städtebauförderung als Wohn- und Geschäftshaus saniert hat, kann jetzt nicht ohne Weiteres noch einmal Geld bekommen, um etwa Geschäftsräume zu Wohnraum zurückzubauen.

Die privaten Sanierungsmaßnahmen sind Teil des Ludwigsluster Maßnahmenprogramms für die Städtebauförderung 2015. Insgesamt stehen in diesem Jahr rund 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Etwa 1,6 Millionen Euro davon sind Städtebaufördermittel, der Rest städtische Mittel, Erlöse etwa aus Verkäufen oder Vermietung sowie Fördermittel aus anderen Töpfen. Die größten öffentlichen Maßnahmen werden in diesem Jahr die Erneuerung von Nummerstraße und Neuer Straße sowie die Umgestaltung des unmittelbaren Umfeldes um die Stadtkirche sein, die deren fußläufige Erreichbarkeit verbessern soll.

 

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