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Stoppelcross in Tewswoos : Letztes Rennen: „Alles oder nichts“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Beim Kampf im Saisonfinale fahren Stoppelcrosser voll auf Risiko. Nach zweitem Unfall kommt Rettungshubschrauber zum Einsatz

svz.de von
erstellt am 15.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Letztes Rennen. Letzte Chance. Beim Autocross-Rennen in Tewswoos wollten es die Stock-Car-Fahrer dieses Wochenende noch einmal wissen. „Jetzt heißt es alles oder nichts“, sagt Mitorganisator Andreas Timm aus Tewswoos. Erfahrungsgemäß würden sich die Fahrer zum Saisonende nichts mehr schenken. „Das merkt man auch ihrer Fahrweise an.“

So dauerte es am Sonnabend auch nicht lange bis Rennleiter André Hesse auf seinem Hochsitz neben der Sandbahn die rote Fahne heben musste. Denn gleich in der ersten Runde des zweiten Laufs kollidierten drei Stock-Cars so stark miteinander, das sich zwei davon überschlugen. In einem davon saß Christine Franke vom Team Tewswoos. „Das war natürlich ein Riesenschreck“, sagt die 28-Jährige. Sie selbst hatte die Rolle ihres Autos unbeschadet überstanden. Und Bruder Basti, der als erster auf der Bahn bei seiner Schwester am Auto war, schien sichtlich erleichtert. „Man man“, sagt er. „Einer der drei Fahrer hätte bloß den Fuß vom Gas nehmen müssen. Dann wär’ das nicht passiert.“

Für Christine war das Rennen nach dem Unfall vorbei. Ihr demoliertes Auto hatte den Sicherheitscheck der Rennaufsicht nicht bestanden. Zwei Schweißnähte am Fahrzeugrahmen hatten sich gelockert.

Ein zweiter Unfall am Sonnabend ging nicht so glimpflich aus. Wieder hatten sich mehrere Autos bedrängt. Bei der Rangelei war in einem Wagen ein Schlauch geplatzt - durch das herausgespritzte heiße Wasser erlitt der Fahrer Verbrühungen. Nach der Erstversorgung durch die Rettungssanitäter vor Ort wurde der Mann mit dem Rettungshubschrauber in die Lübecker Klinik geflogen.

Christine, die erst im April ihr allererstes Stoppelcross-Rennen gefahren war, wird trotz ihres Unfalls weitermachen. Schon allein wegen des Adrenalinkicks so kurz vor dem Start. Außerdem verberge sich hinter Stoppelcross ja nicht nur das Rennen. Sondern vor allem ganz viel Teamarbeit. So haben ihre Teamkollegen Patrick und Robert Abend für Abend über zwei Monate hinweg an Christines Rennauto geschraubt. Die Tewswooser Stoppelcrosser und die vielen Helfer im Hintergrund treffen sich am 27. Oktober und feiern ihren eigenen Saisonabschluss. Wie gestern im WGB-Finale werden auch dann Pokale verliehen. An die besten Fahrer aus dem Team.

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