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Ludwigsluster Tageblatt

15. Dezember 2017 | 19:10 Uhr

Ludwigslust : Leseratten auf dem Flohmarkt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Traditionelles „Platz schaffen“ in der Ludwigsluster Stadtbibliothek / „Mecklenburg-Onleihe“ auf dem Vormarsch

von
erstellt am 25.Sep.2014 | 07:00 Uhr

Zweimal im Jahr – im Frühjahr und Herbst – ist Aussortieren angesagt in der Ludwigsluster Stadtbibliothek. Ständig werden neue Bücher angeschafft, andere gelangen auf diese Weise aus den Regalen auf die Tische des Bücherflohmarktes. Gestern war es wieder soweit im Lichthof des Rathauses. Auch andere Medien machen Platz für Neuanschaffungen – so DVD, CD, Spiele und Bücher in Großdruck. Der Andrang war gleich am Morgen groß, wo sonst kann man Bücher für 50 Cent (Kinderliteratur) und einen Euro (für Erwachsenenbücher) bekommen.

Die Ludwigsluster Bibliothek hatte Ende vergangenen Jahres 2039 Leser. 20 000 Menschen haben sie besucht. Es gab 110 000 Entleihungen. Die meisten Bibliotheksnutzer (707) sind zwischen 25 und 64 Jahre alt. Auch die Kinder zwischen sieben und zehn Jahre (470) sind unter den Nutzern gut vertreten. Romane und Kinderliteratur sind am beliebtesten in der Leserschaft. „Bücher für die ganz Kleinen gehören dazu, aber auch für die Kinder im Grundschulalter“, sagt Anke Ballhorn, Leiterin des Fachbereiches Kultur in der Stadtverwaltung. Zu den nachgefragtesten Titeln zählen „Ein ganzes halbes Jahr“ und „Eine Handvoll Worte“ von der britischen Autorin Jojo Moyes.

Seit dem vergangenen Jahr ist die Ludwigsluster Bibliothek Mitglied im Verbund der „Mecklenburg-Onleihe“ – gemeinsam mit der Schweriner Stadtbibliothek, Wismar und Parchim. Sie bieten gemeinsam elektronische Medien an: Bücher, Zeitungen, Musik und Videos. Der Verbund macht’s möglich, dass rund 10 000 Medien zur Verfügung stehen. „Gleichgültig wo jemand wohnt, er muss sich nur in einer der Verbund-Bibliotheken anmelden, um das Angebot nutzen zu können“, erklärt Anke Ballhorn. Das nächste Ziel sei ein Landesverbund für die Ausleihe elektronischer Medien. 30 Bibliotheken hätten bereits signalisiert, mitmachen zu wollen.

Die „Onleihe“ macht aktuell fünf bis zehn Prozent der Bibliotheksnutzer aus, die Tendenz ist steigend. „Es gibt Nutzer, die sich sowohl für das traditionelle als auch das elektronische Angebot interessieren“, so Anke Ballhorn.

Im Moment wird übrigens gerade recherchiert, wie lange es die Ludwigsluster Stadtbibliothek schon gibt. „In den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ist sie jedenfalls bereits erwähnt“, sagt Anke Ballhorn. Seit 1990 gibt es die Bücherflohmärkte – sie sind eine Institution für Leseratten geworden.

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