Ludwigslust : Lenné-Schule lockt immer mehr Fünftklässler an

Zahl der Schüler steigt zum neuen Schuljahr auf 410 / Ab Ende August erster fünfzügiger Jahrgang

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28. Juli 2014, 12:20 Uhr

Großer Andrang an der Regionalschule „Peter Joseph Lenné“ in Ludwigslust. Nach den Sommerferien werden dort 110 Fünftklässler aufgenommen. „Das sind 21 mehr als vor einem Jahr“, erklärte Ines Jammer-Lühr, Fachbereichsleiterin Bildung und Soziales bei der Stadtverwaltung. „Damit wird diese Jahrgangsstufe erstmals fünfzügig geführt.“

Die Schule hat sich ganz bewusst für diesen Weg entschieden. „Wir bekommen drei Klassen von der Fritz-Reuter-Schule, eine Klasse aus Techentin, und die fünfte Klasse wird sich aus Schülern vor allem aus den Grundschulen Kummer und Wöbbelin zusammensetzen“, erklärte Schulleiterin Jutta Schulz. „Wenn wir die Klassen nicht zusammen gelassen hätten, könnten wir dem Anspruch des längeren gemeinsamen Lernens nicht gerecht werden.“ Zudem ließe sich in kleineren Klassen die Binnendifferenzierung – also die Förderung des Einzelnen entsprechend seiner Fähigkeiten – besser realisieren.

Seit Eltern ihre Kinder an eine Regionalschule ihrer Wahl schicken können und nicht mehr an die örtlich zuständige Schule gebunden sind, zieht es immer mehr Fünftklässler an die Lenné-Schule. Örtlich zuständig wären beispielsweise die Schulen in Picher und Rastow. Über die konkreten Gründe für die Entscheidungen kann man jedoch nur spekulieren. Sie dürften zudem von Fall zu Fall unterschiedlich sein.

Die Lenné-Schule jedenfalls setzt nach Aussage von Jutta Schulz auf umfangreiche Förder- und Forderangebote und auf Kontinuität. „Eltern mögen es, wenn Traditionen gewahrt werden“, so die Schulleiterin. Wenn man Neues ausprobieren wolle, tue man das nur nach guter Vorbereitung.

Nach der Orientierungsstufe zieht es viele Lenné-Schüler ans Gymnasium. Rund 40 Prozent der Sechstklässler des vergangenen Schuljahres gehen diesen Weg. Und wenn sich die Tendenz der Vorjahre fortsetzt, werden sie es in den allermeisten Fällen auch schaffen. Die Quote der Rückkehrer sei gering, so Jutta Schulz. Nach dem Probehalbjahr seien in diesem Jahr gerade einmal zwei Siebtklässler an die Ludwigsluster Regionalschule zurückgekommen.

Ab dem neuen Schuljahr werden an der Ludwigsluster Regionalschule 410 Mädchen und Jungen lernen. Das sind 39 mehr als bisher. Die per Satzung festgeschriebene Kapazitätsgrenze von 476 ist damit zwar noch nicht erreicht, aber das ist nach Aussage der Schulleitung auch nicht das Ziel.

Während der Ferien werden an der Lenné-Schule wieder mehrere Klassenräume saniert. „Sie werden malermäßig instand gesetzt, mit Schallschutzdecken versehen sowie mit Beamer, Dockingstation und Leinwand ausgerüstet“, erklärt Ines Jammer-Lühr.

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