Fresenbrügge : Lebensräume von Fisch und Biber kennengelernt

Tom versucht sein Glück.
1 von 3
Tom versucht sein Glück.

Über 70 Kinder und Jugendliche nahmen am Angelcamp des Landesanglerverbandes in Fresenbrügge teil

von
31. Juli 2014, 10:59 Uhr

Silke Bauer angelt nicht und isst keinen Fisch, Tom angelt, isst aber auch keinen Fisch und Sebastian angelt und isst Fisch. Alle sind sie beim Angelferienlager in Fresenbrügge dabei. Silke Bauer als Betreuerin, Tom und Sebastian als Teilnehmer.

Das einwöchige Camp auf dem Wasserwanderrastplatz an der Müritz-Elde-Wasserstraße wurde vom Landesanglerverband MV (43 000 Mitglieder) organisiert. 73 Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 17 Jahren aus ganz MV, darunter acht Mädchen, nehmen noch bis zum morgigen Sonnabend teil. Sie werden von 23 ehrenamtlichen Frauen und Männern betreut, die dafür eine Woche ihres Urlaubs genommen haben.

Silke Bauer ist Campleiterin und schon seit Jahren dabei. „Ich brachte 2004 eigentlich nur meinen Sohn ins Camp, der unbedingt teilnehmen wollte“, sagt Silke Bauer. „Nun bin ich als Betreuerin auch heute noch dabei, obwohl ich weder Angelsport betreibe noch Fisch esse.“ Aber das ist eben das Interessante dabei. Denn im Angelcamp lernen die Teilnehmer nicht nur, wie man zum Beispiel einen Fisch an Land zieht, welche Angelmethoden es gibt oder welche Vorschriften es zu beachten gilt.

Hartmut Senff, Vorsitzender des Gebietsanglerverbandes „Ludwigsluster Umland“ e. V. : „Es kommt uns auch darauf an, dass die Jugendlichen die Natur und die Lebensräume von Fisch, Biber und Co. kennenlernen. Unter anderem deshalb haben wir eine Kanu-Wanderung entlang der naturbelassenen Alten Elbe unternommen.“ Doch, wie gesagt, in dieser Woche kam neben der Natur und dem Angeln auch der Spaß nicht zu kurz. Tom (14) aus Parchim sagt: „Wir haben viel erlebt, unter anderem auch Fußball gespielt und Bergfest mit Schwein am Spieß gefeiert.“ Obwohl Tom angelt, isst er keinen Fisch. „Ist nicht mein Geschmack.“ Trotzdem angelt er daheim als Mitglied der Jugendgruppe Parchim und bringt Plötze oder Barsch für die Familie mit nach Hause. Kumpel Sebastian (15) dagegen angelt nicht nur, sondern lässt sich den Fang auch schmecken. „Ich esse gerne geräucherten Fisch“, verrät er.

Zum Abschluss des Camps soll der Fang aus der Woche heute gegrillt werden, darunter Aale. Daneben zogen die Jugendlichen auch Barsche, Plötze, Hechte, Zander und einen Wels aus dem Wasser.

Übrigens gibt es vom 15. bis 17. August in Fresenbrügge noch ein Angelcamp. Anmeldung beim Jugendwart des Gebietsanglerverbandes, Rüdiger Redmann, Tel. 0152-08554715.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen