Ludwigslust : Lautstark für die Edith-Stein-Schule

Mehr als 200 Kinder, Lehrer, Erzieher und Unterstützer aus Ludwigslust und Schwerin waren nach Hamburg gefahren, um für den Erhalt der Edith-Stein-Schule zu demonstrieren.
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Mehr als 200 Kinder, Lehrer, Erzieher und Unterstützer aus Ludwigslust und Schwerin waren nach Hamburg gefahren, um für den Erhalt der Edith-Stein-Schule zu demonstrieren.

Schüler, Lehrer und Eltern demonstrierten gestern vor dem Hamburger St. Marien-Dom

svz.de von
08. Januar 2018, 12:00 Uhr

Mit Pfeifen, Rasseln und Sirenengeheul für den Erhalt der Edith-Stein-Schule: Mehr als 200 Kinder, Lehrer, Erzieher und Unterstützer aus Ludwigslust und Schwerin waren am Sonntagvormittag dem Ruf der Elterninitiative gefolgt und hatten vor dem Hamburger St. Marien-Dom gegen die Schulpolitik des Erzbistums Hamburg demonstriert. „Das war unser Geburtstagsgeschenk“, sagte Henryk Tenner, Mitglied der Elterninitiative und Vater zweier Stein-Schüler aus Ludwigslust. Im Dom wurde zum 23. Jahrestag der Gründung des Erzbistums das Pontifikalamt mit Erzbischof Dr. Stefan Heße gefeiert.

Im Anschluss an den Gottesdienst konnten die Schüler mit einem eigens umgedichteten Lied vor Erzbischof Heße und dem Generalvikar Ansgar Thim ihr Anliegen vortragen. „Wir fordern, dass das Erzbistum an den Verhandlungstisch zurückkehrt und Gespräche mit der Bernostiftung aufnimmt, um eine Lösung für die Edith-Stein-Schule zu finden“, sagte Henryk Tenner gestern Abend gegenüber SVZ. „Ich denke, diese Botschaft ist angekommen.“

Das Erzbistum hatte kurz vor Weihnachten angekündigt, die Zahlungen an den Träger der Schule – die Bernostiftung – einzustellen. Gestern nun habe der Generalvikar laut einer Pressemitteilung des Erzbistums erklärt, dass die Bernostiftung auch in diesem Jahr über 600 000 Euro an Zuweisungen bekommen werde. Bisher seien es rund 1,2 Millionen Euro jährlich gewesen.

Im Gespräch mit der Elterninitiative der Edith-Stein-Schule habe der Generalvikar deutlich gemacht, dass das Erzbistum Hamburg ein grundsätzliches Interesse an Schule und Bildung habe. „Die Zukunftsfähigkeit der Schule in Ludwigslust sei aber nur gegeben, wenn eine Lösung gefunden werde, bei der das Erzbistum Hamburg für spätere Risiken aufgrund der Überschuldung des Bistums nicht haftbar gemacht werden kann.“ Thim sprach sich dafür aus, dass die Schulen der Bernostiftung direkt durch das Erzbistum Hamburg übernommen werden. Für ihn sei aber auch eine andere Selbstständigkeit der Schule in Ludwigslust denkbar. Neben dem Erzbistum Hamburg seien auch die Bernostiftung, das Land und die Kommunen gefragt, so Thim.

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