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Vielank : Landrat erwartet weiteren Ausbau der Windkraft

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Rechte der Grundstückseigentümer müssten dabei berücksichtigt werden

von
erstellt am 18.Feb.2015 | 16:22 Uhr

Vielank Die Zeichen im Landkreis stehen klar auf den deutlichen Ausbau der Windkraft. Das hat Landrat Rolf Christiansen in bisher nicht gekannter Deutlichkeit in seinem Grußwort bei der Mitgliederversammlung des Bauernverbandes erklärt. (SVZ berichtete). Es gelte nun einmal der Paragraph 35 des Baugesetzbuches und der räume den Besitzern der Flächen nun einmal gewisse Rechte ein. Die regionale Planung greife in dieses Recht ein, müsse aber aufpassen, dass es rechtskonforme Regelungen gibt. Kernpunkt der Auseinandersetzung sei ja die so genannte Abstandsregelung der Windtürme zur Wohnbebauung. Aber auch hier müsse klar sein, dass man keine Verhinderungstaktik aufbauen könne. Christiansen sagte das vor der anstehenden Sitzung des Regionalen Planungsverbandes kommende Woche in Schwerin, wo auch über derartige Regelungen gesprochen werden soll.

Vor dem Hintergrund des jetzt vorgestellten Landesenergiekonzeptes scheint damit klar, dass im Altkreis Ludwigslust die Zeichen wohl klar auf den Ausbau der Windenergie stehen. Dafür spricht auch das vor kurzem kritisierte Zielabweichungsverfahren des Schweriner Ministeriums für den kommunalen Windpark auf dem Gebiet der Gemeinden Zachun, Sülstorf, Bandenitz und Holthusen. Auch erst vor kurzem hatten sich die Befürworter und Investoren des bei Groß Krams geplanten Windparks in der Öffentlichkeit zu Wort gemeldet und von der regionalen Politik endlich eine Unterstützung beim Ausbau der Windenergie gefordert. Christiansen, der als Chef des Planungsverbandes die Auseinandersetzungen von Gegnern und Befürwortern faktisch moderiert, verwies vor den Bauern in Vielank auf die Schwierigkeit des Prozesses. „Es ist völlig klar, dass wir nicht alle mitnehmen können.“

Bisher stehen im Altkreis Ludwigslust mit ganz wenigen Ausnahmen faktisch keine Windräder. Dafür ist deren Dichte im Altkreis Parchim um einiges höher. Auch das erhöht den Druck vor dem erklärten Ziel der Landespolitik, die Windkraft deutlich auszubauen. Ungewollter Nebeneffekt: Die Spielräume für den Regionalen Planungsverband in Westmecklenburg sind in der Frage nun sehr begrenzt, weil das Land den Rahmen vorgegeben hat. Und zur Not kann das Kabinett anderslautende Beschlüsse per Verordnung einfach kassieren.

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