zur Navigation springen

Theaterreform: : Landkreis Parchim soll mehr Geld zuschießen

vom

Bisher beteiligten sich die Stadt Parchim und der Landkreis mit rund 270000 Euro am Landestheater Parchim. Künftig sollen es 300000 Euro mehr sein. So sieht es ein Vorschlag der Landesregierung vor.

svz.de von
erstellt am 02.Sep.2013 | 10:12 Uhr

Parchim | Bisher beteiligten sich die Stadt Parchim und der Landkreis mit insgesamt rund 270 000 Euro am Landestheater Parchim. Künftig sollen es rund 300 000 Euro mehr sein. So sieht es jedenfalls ein Vorschlag der Landesregierung zur Reform der Theater- und Orchesterlandschaft in MV vor. Im Gegenzug steigt das Land als Gesellschafter in ein zu gründendes Staatstheater Mecklenburg ein, zu dem die Standorte Schwerin und Parchim gehören sollen, wobei die Fritz-Reuter-Bühne nach Parchim verlagert wird.

Außerdem würde es ab 2020 seine Zuschüsse dynamisieren und die Hälfte der Kosten - höchstens jedoch drei Millionen Euro - für Umbau und Erhaltung des Landestheaters Parchim übernehmen. "Ich werbe dafür, dass der Kreistag Position bezieht. Ich gehe davon aus, dass die Versprechen erfüllt werden, wenn wir unsere Hausaufgaben gemacht haben", sagte der stellvertretende Landrat Wolfgang Schmülling auf der jüngsten Kreistagssitzung und verwies darauf, dass das vorgelegt Konzept noch von den zuständigen Gremien beschlossen werden muss und in die Haushaltungsberatungen geht. Ob die avisierten drei Millionen Euro nach Mecklenburg oder nach Vorpommern fließen, stehe noch nicht fest.

Die SPD hatte mit ihrem zuvor eingebrachten Antrag genau in diese Kerbe gehauen, damit aber auch für Unmut bei anderer Fraktionen gesorgt. Die Sozialdemokraten wollten die Kreisverwaltung mit einem Gutachten zur Sanierung des Landestheaters Parchim beauftragen, damit das Vorhaben - ob tatsächlich Sanierung oder doch Neubau oder Umzug - in den 2014er-Haushalt eingestellt werden kann. "Die Linke hat immer deutlich gemacht, dass das Landestheater im Landkreis Priorität hat als produzierendes Theater und als das Kinder- und Jugendtheater", sagte Wolfgang Bohnstedt (Die Linke). Es sei ein Markenzeichen. "Uns hat aber verwundert, warum nicht im Vorfeld über den Antrag gesprochen wurde." Zumal für ein solches Gutachten 20 000 Euro schon im laufenden Haushalt vorgesehen sind.

Auch für Thomas Heldberg (FDP) steht das Bekenntnis zum Theater nicht in Frage. Es müsse aber geklärt werden, wie die jährlich 300 000 Euro mehr zu finanzieren sind. Matthias Zwerschke (CDU) appellierte an die demokratischen Fraktionen, den Konsens bei diesem Thema beizubehalten. "Wir sollten mit einer Stimme sprechen." Das Thema soll nun in den Ausschüssen beraten werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen