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Ludwigslust-Parchim : Landkreis einer der sichersten Orte

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Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Zahl der Straftaten konstant: Kriminalitätsstatistik weist Kreis Ludwigslust-Parchim als zweitsichersten in MV aus.

svz.de von
erstellt am 22.Apr.2016 | 17:00 Uhr

Das Straftatenaufkommen im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist in den letzten zwei Jahren nahezu konstant geblieben. Das ist die gestern vorgestellte Bilanz der Polizeiinspektion Ludwigslust.

Wurden 2014 insgesamt 12 124 Delikte angezeigt und bearbeitet, waren es im Gesamtverlauf des Jahres 2015 insgesamt 12 157 bearbeitete Anzeigen. Hinzu kamen im Jahr 2015 weitere 5225 Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Asylverfahrens,- Aufenthalts- und Freizügigkeitsgesetz, die im Zusammenhang mit den Fluchtumständen der hier zugewanderten Flüchtlinge stehen. Meist waren das Pass- und Visaverstöße, die keine direkten Auswirkungen auf die Allgemeinheit haben.

Abgesehen von diesen in die Statistik eingehenden Verstößen, betrug die Kriminalitätsbelastung 5 717 Straftaten pro 100 000 Einwohner und liegt damit in etwa auf dem Niveau des Jahres 2014. Auch die Aufklärungsquote ist nahezu konstant geblieben und betrug im vergangenen Jahr 61,3 Prozent (2014: 61 Prozent).

Damit ist der Landkreis Ludwigslust-Parchim nach wie vor zweitsicherster Landkreis in Mecklenburg- Vorpommern. „Die erfreuliche Entwicklung, insbesondere bei den aufgeklärten Straftaten, basiert auch auf die Mithilfe der Bevölkerung, wofür ich mich an dieser Stelle bedanken möchte“, resümiert der Leiter der Polizeiinspektion Ludwigslust, Hans- Peter Günzel, die Jahresbilanz.

Straßenkriminalität gesunken

Erneut gesunken ist der Anteil der Kriminalität auf den Straßen im Landkreis. Nach 2431 Fällen im Jahr 2013 und 1969 Fällen im Jahr 2014 setzt sich der Abwärtstrend mit 1785 bearbeiteten Straftaten im vergangenen Jahr in dieser Deliktsgruppe fort. Polizeisprecher Klaus Wiechmann: „Insbesondere weniger Sachbeschädigungen auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen und sinkende Fallzahlen bei den Fahrzeugdelikten sind für den Rückgang dieser Fallzahlen ursächlich.“ Schwerpunkte der Kriminalisten waren im vergangenen Jahr die so genannten Eigentumsdelikte, die mit 4242 Fällen einen Anteil von etwa einem Drittel an der Gesamtkriminalität im Landkreis ausmachen (2014: 4262).

Nach 2014 ging auch die Zahl der gestohlenen Pkw zurück. Wurden 2013 noch 174 Autodiebstähle bearbeitet, waren es im Jahr 2014 dann 89 und im letzten Jahr 50 Delikte. Mit einer Einschränkung hat sich das Kriminalitätsaufkommen bei den Zweiradfahrzeugen entwickelt, wobei im letzten Jahr 50 gestohlene Kleinkrafträder/Kräder (2014= 45) und 348 entwendete Fahrräder (2014= 388) Gegenstand von polizeilichen Ermittlungen waren. Größtes Problem bei der Eigentumskriminalität stellt die Entwicklung der Wohnungseinbrüche dar. Wurden 2014 insgesamt 169 Wohnungseinbrüche kriminalpolizeilich bearbeitet, waren es im vergangenen Jahr 226 Delikte.

Örtliche Schwerpunkte dabei waren die Regionen in und um Zarrentin (26), Wittenburg (18) und Dömitz (15) sowie die Städte Hagenow (16) und Parchim (14). Zu diesen Einbrüchen hat die Polizei im vergangen Jahr insgesamt 67 Tatverdächtige ermitteln können. Davon 16 nichtdeutsche Tatverdächtige, die alle aus dem europäischen Ausland stammen.

Im vergangenen Jahr hat die Polizei insgesamt 5466 Tatverdächtige (2014: 5373) ermittelt, darunter 720 Nichtdeutsche (2014: 455). In Deliktsbereiche unterteilt, wurden bei Diebstählen im vergangenen Jahr gegen 1174 Beschuldigte (darunter 235 Nichtdeutsche), bei Körperverletzungen gegen 948 (darunter 106 Nichtdeutsche), bei der Rauschgiftkriminalität gegen 746 (darunter 74 Nichtdeutsche) und bei Ladendiebstähle gegen 459 (darunter 119 Nichtdeutsche) Ermittlungen geführt. Von den 119 nach Ladendiebstählen ermittelten nichtdeutschen Tatverdächtigen waren lediglich zwei Verdächtige syrischer Nationalität. Meist handelte es sich um Tatverdächtige aus dem europäischen Ausland.

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