Westmecklenburg Klinikum Helene von Bülow : Land bietet Kreditbürgschaft an

 

 

Für das in wirtschaftlichen Turbulenzen steckende Westmecklenburg Klinikum Helene von Bülow hat das Land eine Kreditbürgschaft in Aussicht gestellt.

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25. Oktober 2018, 14:01 Uhr

Ein Gespräch mit den Beteiligten habe stattgefunden, sagte ein Sprecher von Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Donnerstag in Schwerin. Mit einer Bürgschaft wird ein Kredit bei einer Bank abgesichert.

Das Westmecklenburg Klinikum entstand 2011 durch die Fusion der Krankenhäuser in Ludwiglust und Hagenow. Beide Standorte verfügen über jeweils 160 Betten und haben zusammen rund 750 Mitarbeiter.

Seit drei Jahren ist das Klinikum im Minus. Ende September belief sich der Fehlbetrag nach Angaben des Landkreises Ludwigslust-Parchim als 50-Prozent-Teilhaber auf 802 000 Euro und war damit deutlich größer als erwartet. Es sollen weniger Behandlungen als erwartet stattgefunden haben. Das Gesundheitsministerium nannte als Ursache für die Schwierigkeiten einen Umstrukturierungsprozess, um sich zukunftsfest für die Versorgung im ländlichen Raum aufzustellen.

400.000 Euro zur Überbrückung vom Kreis

Landrat Stefan Sternberg (SPD) hatte am Mittwochabend nach einer Krisensitzung des Kreisausschusses angekündigt, sich bei der Landesregierung für ein Sanierungspaket für das Westmecklenburg Klinikum stark zu machen. Ob eine Kreditbürgschaft die Erwartungen des Landrats erfüllt, ist offen. Sternberg war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der Landkreis strebt eine Mehrheitsbeteiligung am Klinikum an, um bessere Steuerungsmöglichkeiten zu bekommen. Außerdem stellte Sternberg 400.000 Euro vom Kreis zur Überbrückung des Liquiditätsengpasses in Aussicht. Die anderen 50 Prozent Anteile am Klinikum trägt eine kirchliche Stiftung.

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