Ludwigslust : Ladegerät löste Brand aus

Im Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses in der Clara-Zetkin-Straße kam es vermutlich aufgrund des überhitzten Ladegerätes einer Drohne zum Brand.
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Im Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses in der Clara-Zetkin-Straße kam es vermutlich aufgrund des überhitzten Ladegerätes einer Drohne zum Brand.

Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Clara-Zetkin-Straße komplett zerstört. Bewohner konnten sich rechtzeitig retten.

svz.de von
13. Mai 2018, 20:45 Uhr

Sirenengeheul am frühen Sonnabendnachmittag in der Ludwigsluster Innenstadt. Als die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr an dem Mehrfamilienhaus in der Clara-Zetkin-Straße eintreffen, schlagen schon die Flammen aus einem Fenster im Erdgeschoss. Laut ersten Ermittlungen hat sich der Akku einer Drohne, welcher sich im Ladezustand befand, überhitzt und so den Brand ausgelöst.

Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten sich die Bewohner des Mehrfamilienhaus bereits ins Freie gerettet, niemand wurde verletzt. Mit Atemschutzgeräten betraten die Ludwigsluster und Techentiner Kameraden die Wohnung im Erdgeschoss, welche komplett ausbrannte. Ein Fenster wurde aufgrund der enormen Hitze zerstört. Der Brand konnte schnell gelöscht und so ein Übergreifen auf die Nachbargebäude verhindert werden.

Insgesamt kamen 25 Kameraden und die Drehleiter zum Einsatz, wie Gemeindewehrführer Bodo Thees auf SVZ-Anfrage mitteilte. „Nach etwa einer Stunde waren die Löscharbeiten erledigt“, so Thees. Für die Dauer des Einsatzes musste die Straße voll gesperrt werden. Der komplette Aufgang des Hauses ist aktuell nicht mehr bewohnbar.

Da die Bewohner fluchtartig ihre Wohnungen verließen, vergaß eine Familie ihr Essen auf dem Herd. „Die Kameraden zogen das Essen vom Herd und lüfteten die Wohnung“, so Bodo Thees. Zwei Bewohner des Hauses erlitten aufgrund der Ereignisse einen Schock und mussten medizinisch versorgt werden.

Nach den Löscharbeiten machten sich die Feuerwehrkameraden noch auf die Suche nach einem Hund, welcher vermisst wurde. „Wir konnten ihn allerdings nicht finden“, so Bodo Thees. Ob der Hund weggelaufen oder in den Flammen gestorben ist, könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden.

Laut dem Polizeipräsidium Rostock ist der vorläufige Grund für den Brand der überhitzte Akku einer Drohne. Der Gesamtschaden wird auf 100 000 Euro geschätzt.




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