Ludwigslust : Kurzer Draht zur Heimleitung

Mehr als eine Kaffeerunde: Heinz Moschall (l.), Reinhard Valdix (2.v.l.), Annaliese Bonsler (3.v.l.), Margot Mayer (2.v.r.) und Anneliese Billerbeck (r.) bilden die Bewohnervertretung. Sie besprechen mit Mitarbeiterin Martina Kruse, wo den Bewohnern der Schuh drückt.
Mehr als eine Kaffeerunde: Heinz Moschall (l.), Reinhard Valdix (2.v.l.), Annaliese Bonsler (3.v.l.), Margot Mayer (2.v.r.) und Anneliese Billerbeck (r.) bilden die Bewohnervertretung. Sie besprechen mit Mitarbeiterin Martina Kruse, wo den Bewohnern der Schuh drückt.

Bewohnervertretung des Ludwig-Danneel-Hauses kümmert sich um Anliegen der Pflegebedürftigen – Einrichtung feiert 25-Jähriges

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27. Juni 2019, 20:00 Uhr

Gemütlich sitzen Annaliese Bonsler, Reinhard Valdix und andere Bewohner des Ludwig-Danneel-Hauses um den großen Tisch. Ihr Treffen ist jedoch mehr als eine Kaffeerunde. „Wir sind die Bewohnervertretung“, erklärt Annaliese Bonsler als Vorsitzende. „Wir reden über das, was die Leute an uns herantragen. Manches Problem lösen wir gleich, andere geben wir an die Chefin weiter.“

Die Selbstbestimmung der Bewohner ist dem Ludwig-Danneel-Haus bei der Pflege besonders wichtig. „Deshalb erfragen wir bei Angehörigen zum Beispiel auch Gewohnheiten und Rituale der Pflegebedürftigen, um diese hier im Alltag einzubauen“, sagt Einrichtungsleiterin Ulrike Gävert. Mit ihrem Team pflegt sie derzeit 88 Frauen und Männer zwischen 50 und 103 Jahren, die in drei Wohnbereichen in Ein- und Zweibettzimmern betreut werden. Einige Bewohner leben im Alten- und Pflegeheim des Stiftes Bethlehem, seit es existiert. 1994 war die Einrichtung – damals noch in anderer Trägerschaft – das erste Haus dieser Art, das im damaligen Landkreis Ludwigslust gebaut wurde. Seither hat sich einiges geändert.

Der Start in der Kaplungerstraße vor 25 Jahren war etwas abenteuerlich. „Rundherum war noch Sandwüste“, erinnert sich Ulrike Gävert. „Straßen und die Häuser rundherum waren noch nicht fertig.“ Der Lkw mit den Betten habe sich festgefahren, und dann sei auch noch der Fahrstuhl ausgefallen. „Und wir hatten damals auch 36 Grad Celsius.“

Enorm verändert hat sich seither die Pflege selbst. „Die Arbeit war damals sehr schwer, weil wir keine Hilfsmittel hatten“, sagt Andrea Bengsch, die schon beim Einzug dabei war und seit dem Jahr 2000 Pflegedienstleiterin ist. „Heute gibt es Aufstehhilfen, Gleitmatten, Inkontinenzmaterial und mehr.“ Dafür seien der zeitliche Druck größer und die Pflegedokumentation aufwendiger geworden.

Derzeit arbeiten rund 60 Frauen und Männer im Ludwig-Danneel-Haus. Sieben von ihnen sind in der Betreuung tätig. „Sieben Tage die Woche machen sie unterschiedliche Veranstaltungsangebote“, erklärt Andrea Bengsch. Gesellschaftsspiele, Gedächtnistraining, Tanznachmittage, Geburtstagsfeiern, Bewegungsspiele und Cocktailnachmittage gehören dazu. „Beliebt sind auch die Wäscherunde, bei der zum Beispiel Handtücher zusammengelegt werden, und der Besuch von den Kindern der Kita ,Parkviertel’.“

Reinhard Valdix schätzt gerade dieses große Veranstaltungsangebot. „Im vorherigen Heim fühlte man sich allein gelassen, fuhr den Flur hoch und runter“, erklärt er. „Hier wird mit den Menschen gearbeitet. Und wenn Feiertage sind, wird alles geschmückt.“ Auch Anneliese Billerbeck ist zufrieden. „Alle Mitarbeiter, die für uns sorgen, sind sehr nett. Hier lässt es sich wirklich aushalten.“

Service

Offene Türen

Das 25-jährige Bestehen feiert das Alten- und Pflegeheim „Ludwig Danneel“ am morgigen Sonnabend mit einem Tag der offenen Tür. Er wird um 10 Uhr mit dem Postgesangsverein eröffnet. Ab 11 Uhr spielen Bläser der Kirchengemeinde Eldena. Am Nachmittag gibt es Samuels Tier-Show. Fürs leibliche Wohl ist gesorgt. Unter anderem wird im Therapieraum ein Café eingerichtet, für das die Mitarbeiter den Kuchen backen. Darüber hinaus gibt es am Freitag ein Treffen mit ehemaligen Mitarbeitern und am Montag einen Gottesdienst.

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